Deutschland erlebt gerade keine normale Wirtschaftsflaute.
Was wir sehen, ist kein kurzfristiger Abschwung, der sich mit ein paar Zinssenkungen oder Konjunkturprogrammen beheben lässt.
Es ist ein struktureller Bruch.
Die Zahl der Insolvenzen großer Unternehmen steigt rasant.
Nicht kleine Start-ups, nicht kurzlebige Projekte, sondern etablierte Betriebe mit jahrzehntelanger Geschichte.
Firmen, die ganze Regionen geprägt haben, die Ausbildungsplätze geschaffen und Wertschöpfung gesichert haben.
Besonders alarmierend ist dabei die Geschwindigkeit dieser Entwicklung.
Seit dem Ende der Corona-Jahre hat sich die Zahl der Großinsolvenzen nahezu vervielfacht.
Das ist kein Zufall.
Das ist das Ergebnis einer Politik, die wirtschaftliche Realität ignoriert.
Wenn Kosten explodieren und Planung unmöglich wird
Viele Unternehmen kämpfen nicht mehr mit mangelnder Nachfrage, sondern mit einer toxischen Mischung aus explodierenden Kosten und fehlender Planungssicherheit.
Energiepreise, die sich kaum kalkulieren lassen.
Bürokratische Hürden, die Investitionen verzögern oder komplett verhindern.
Regulatorische Vorgaben, die Betriebe zwingen, ständig umzubauen, ohne zu wissen, ob sich diese Investitionen jemals rechnen.
Besonders hart trifft es die verarbeitende Industrie.
Maschinenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik – also genau jene Branchen, die Deutschland einst stark gemacht haben.
Hier sinken die Margen, Investitionen werden verschoben oder ganz gestrichen, während internationale Wettbewerber längst vorbeiziehen.
Mittelstand unter Druck
Für viele mittelständische Betriebe geht es längst nicht mehr um Wachstum oder Expansion.
Es geht ums Überleben.
Unternehmer stehen vor Entscheidungen, die sie sich vor wenigen Jahren nicht einmal hätten vorstellen können.
Personalabbau oder Standortschließung.
Verlagerung ins Ausland oder Aufgabe des Betriebs.
Und immer häufiger endet dieser Weg beim Insolvenzgericht.
Besonders bezeichnend ist, dass inzwischen selbst klassische Metallwarenhersteller zu den am stärksten betroffenen Branchen gehören.
Also genau jene Betriebe, die keine spekulativen Geschäftsmodelle verfolgen, sondern reale Produkte für reale Anwendungen herstellen.
Staatliche Versprechen, reale Leere
Zwar wird regelmäßig von großen Infrastrukturprogrammen gesprochen.
Von Milliarden, die angeblich investiert werden sollen.
Doch in der Realität kommen diese Mittel in den Betrieben kaum an.
Genehmigungen dauern Jahre.
Förderanträge sind komplex und risikobehaftet.
Und am Ende fehlt vielen Unternehmen schlicht die Zeit, auf politische Lösungen zu warten.
Die Folge:
Die industrielle Substanz dieses Landes bröckelt – leise, aber nachhaltig.
2026: Keine Trendwende in Sicht
Auch für die kommenden Jahre zeichnet sich keine Entspannung ab.
Experten rechnen mit weiter steigenden Insolvenzzahlen.
Nicht, weil Unternehmer schlecht wirtschaften, sondern weil die Rahmenbedingungen Investitionen systematisch erschweren.
Eine Volkswirtschaft kann man nicht dauerhaft überlasten, ohne dass sie irgendwann nachgibt.
Und wenn industrielle Strukturen einmal zerstört sind, lassen sie sich nicht einfach wieder aufbauen.
Was wir derzeit erleben, ist die Rechnung für jahrelange Fehlentscheidungen.
Und diese Rechnung wird gerade präsentiert – in Werkshallen, Betrieben und Familienunternehmen im ganzen Land.
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