Deutschland im Sinkflug – und niemand darf ins Cockpit

Es fühlt sich an wie ein Flug, bei dem man spürt, dass die Maschine an Höhe verliert.
Nicht ruckartig, nicht dramatisch – sondern stetig. Unaufhaltsam.
Und während der Boden näherkommt, bleibt das Cockpit verschlossen.

Genau so erleben viele Menschen Deutschland im Jahr 2026.

Was wir sehen, ist längst kein normales politisches Versagen mehr. Es ist kein Streit um Details, keine Serie unglücklicher Einzelentscheidungen. Es ist ein struktureller Zustand. Ein Land baut funktionierende Infrastruktur ab, schaltet sichere Energiequellen ab, reguliert seine Wirtschaft zu Tode und gibt gleichzeitig Milliarden im Ausland aus, während im Inneren alles teurer, knapper und unsicherer wird.

Wäre dieses Verhalten das eines Einzelnen, würde man von Selbstgefährdung sprechen. Von Realitätsverlust. Von einem psychischen Ausnahmezustand. Doch hier handelt ein Staat – und genau deshalb fällt es so schwer, das Offensichtliche auszusprechen.

Viele reden sich ein, dass „die da oben“ schon wissen werden, was sie tun. Dass es einen Plan geben müsse. Dass niemand absichtlich sein eigenes Land gegen die Wand fährt. Doch genau dieser Gedanke hält uns passiv. Denn er setzt voraus, dass die Verantwortlichen dieselben Interessen haben wie die Bevölkerung.

Das ist zunehmend fraglich.

Offen wird davon gesprochen, dass wir ärmer werden sollen. Dass Verzicht Tugend sei. Weniger Mobilität, weniger Konsum, weniger Wohlstand. Gleichzeitig wächst der Staatsapparat, wachsen Bürokratie, Abgaben und ideologische Programme. Kritik wird moralisch delegitimiert, Zweifel als Gefahr markiert.

Wer widerspricht, gerät ins Visier.
Nicht wegen Taten – sondern wegen Worten.

Währenddessen werden Probleme externalisiert. Weihnachtsmärkte werden zu Hochsicherheitszonen, aber über Ursachen darf nicht gesprochen werden. Die Bundeswehr ist schlecht ausgerüstet, doch andere Ausgaben kennen kaum Grenzen. Die eigene Bevölkerung wird gemaßregelt, während Parallelstrukturen toleriert werden.

Und trotzdem fragen sich viele:
Liegt der Fehler vielleicht bei mir?

Habe ich zu viel geflogen? Zu viel Auto gefahren? Zu gut gelebt?
Diese Selbstbeschuldigung ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis jahrelanger psychologischer Verschiebung. Verantwortung wird vom System auf den Einzelnen übertragen.

Doch um aus dieser Denkfalle herauszukommen, braucht es einen klaren Schritt:
Die Erkenntnis, dass das, was hier geschieht, nicht normal ist.

Es ist kein Irrtum. Es ist kein Versehen.
Es ist eine Richtung.

Ein Staat, der sich selbst schwächt.
Eine Politik, die sich vom eigenen Land innerlich gelöst hat.
Eine Empathie, die nicht mehr nach innen wirkt, sondern gegen die eigene Gemeinschaft.

Deutschland befindet sich im Sinkflug.
Und solange niemand ins Cockpit darf, wird sich daran nichts ändern.

Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob alles gut ausgeht.
Sondern, wie lange wir noch so tun, als wäre alles in Ordnung.


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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.

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