Wenn Hilfe ins Leere läuft – warum es für Deutsche in Not keine Struktur gibt

Ein Mann aus Thüringen greift zum Telefon.
Nicht, weil er Hilfe sucht – sondern weil er helfen möchte.

Er hat Platz. Ein Haus. Einen separaten Wohnbereich.
Sein Anliegen ist schlicht: Er möchte Menschen in Not aufnehmen – eine Mutter mit Kindern, die nach den Ereignissen in Berlin nicht mehr klarkommt.

Er ruft beim Deutsches Rotes Kreuz an. Ruhig, sachlich, ohne politische Vorrede.
Sein erster Satz lautet sinngemäß: „Ich möchte Menschen in Not helfen.“

Die Antwort überrascht: „Dann verbinde ich Sie mit der Ausländerbehörde.“

Er stellt klar, freundlich und unaufgeregt, dass er nicht von Ausländern spricht, sondern von hier betroffenen Deutschen.
Ab diesem Moment ändert sich der Ton. Es gibt plötzlich keinen Ansprechpartner mehr. Keine zuständige Stelle. Keine Logistik. Keine Alternative.

Kein Vorwurf – sondern eine Systemfrage

Dieses Gespräch endete nicht im Streit, sondern im Schweigen. Und genau dieses Schweigen wirft Fragen auf.

Denn offenbar wird „Menschen in Not“ automatisch mit Migration assoziiert. Für diesen Bereich existieren Meldeketten, Zuständigkeiten und Unterbringungssysteme.
Für Deutsche in akuter Not – Wohnungsverlust, Winter, Alleinerziehende – scheint es vielerorts keine vorbereitete Struktur zu geben.

Das ist kein Angriff auf einzelne Mitarbeiter. Es ist eine strukturelle Schieflage.

Der Winter verschärft alles

Kälte, steigende Energiepreise, knapper Wohnraum – gerade Alleinerziehende geraten unter enormen Druck. Gleichzeitig gibt es Bürger, die helfen wollen, Platz haben und Verantwortung übernehmen möchten. Wenn solche Angebote im System nicht ankommen, entsteht eine Lücke.

Was jetzt?

Wenn staatliche Stellen und große, staatlich finanzierte Vereine hier keine Antwort haben, bleibt eine nüchterne Erkenntnis:
Bürgerhilfe braucht eigene Wege.

Nicht als Ersatz des Sozialstaats.
Sondern als Ergänzung dort, wo Zuständigkeiten versanden.

Ein regionales Verbundnetz aus privaten Angeboten, direkter Hilfe und unbürokratischer Vermittlung könnte genau diese Lücke schließen – besonders in den Wintermonaten.

Die entscheidende Frage lautet:
Warum gibt es so viel Hilfsbereitschaft – und so wenig Andockstellen?


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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.

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