NIUS wollte nur das Verhaftungs-Video – Klarstellung von Marla Svenja Liebich

Diese Videoseite dient der sachlichen Dokumentation einer persönlichen Klarstellung von Marla Svenja Liebich zu Vorgängen, die im August öffentlich thematisiert wurden. Ziel dieser Veröffentlichung ist es, den eigenen Standpunkt festzuhalten und zeitliche sowie kommunikative Abläufe nachvollziehbar darzustellen, ohne den Anspruch zu erheben, eine abschließende rechtliche Bewertung vorzunehmen.

Im Mittelpunkt steht die Entscheidung, den eigenen Namen künftig bewusst aus der öffentlichen Berichterstattung herauszuhalten. Diese Entscheidung wird nicht als Rückzug verstanden, sondern als Maßnahme zum Selbstschutz in einem medialen Umfeld, in dem Namen schnell zu Reizworten werden können. Die Klarstellung macht deutlich, dass öffentliche Zuschreibungen reale Auswirkungen auf berufliche Perspektiven und persönliche Sicherheit haben können, selbst dann, wenn kein abgeschlossener rechtlicher Vorgang vorliegt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die chronologische Einordnung behördlicher Abläufe. Dargestellt wird die zeitliche Abfolge zwischen einer formalen Anmeldung beim Standesamt, telefonischen Rückmeldungen, der Zustellung einer Ladung zum Haftantritt sowie dem angesetzten Gestellungstermin. Dabei wird ausdrücklich betont, dass einzelne Schritte weder eine abgeschlossene Eintragung noch einen vollzogenen rechtlichen Status darstellen. Die Darstellung erhebt keinen Vorwurf, sondern beschreibt die Situation aus der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen.

Erläutert wird zudem die Sorge, dass durch zeitliche Überschneidungen faktisch Handlungsspielräume eingeschränkt worden wären, ohne dass dies inhaltlich geprüft werden konnte. Auf formale Rechtsmittel wird verwiesen, gleichzeitig aber auch auf die praktische Realität langwieriger Verfahren und deren blockierende Wirkung im Alltag.

Ein zentraler Teil der Klarstellung betrifft den Umgang einzelner Medien mit dem Vorgang. Geschildert wird, dass ein mögliches öffentliches Interesse nicht an der inhaltlichen Einordnung oder rechtlichen Klärung bestand, sondern an einer visuell verwertbaren Zuspitzung. In diesem Zusammenhang werden auch direkte Kontaktversuche von Julian Reichelt sowie die Rolle des Mediums NIUS erwähnt. Das Video ordnet diese Erfahrungen als Beispiel für strukturelle Mechanismen moderner Aufmerksamkeitsökonomie ein.

Abschließend versteht sich die Videoseite als Einladung zur kritischen Medienwahrnehmung. Sie richtet sich nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen ein System, in dem Reichweite und Verwertbarkeit häufig über sorgfältige Einordnung gestellt werden.

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