Dieses Videostatement dokumentiert die Beweggründe und den Kontext einer öffentlich gemachten Initiativbewerbung an den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club e.V. Es dient der Einordnung eines ungewöhnlichen Vorgangs: der bewussten Entscheidung, eine Bewerbung nicht vertraulich, sondern transparent und vollständig nachvollziehbar zu veröffentlichen.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass große Mitgliederorganisationen dann an Bindungskraft verlieren, wenn Entscheidungsprozesse nicht mehr als mitgliederorientiert wahrgenommen werden. In den vergangenen Monaten hat der ADAC einen erheblichen Mitgliederschwund verzeichnet. Unabhängig von einzelnen Ursachen verweist diese Entwicklung auf ein strukturelles Problem zwischen Führung, öffentlicher Positionierung und den tatsächlichen Interessen der Basis.
Das Videostatement erläutert, warum eine unabhängige Interessenvertretung innerhalb eines Automobilclubs nicht als Störfaktor, sondern als notwendige Funktion verstanden werden sollte. Mobilität wird hier nicht als politisches Symbol oder pädagogisches Steuerungsfeld betrachtet, sondern als konkrete Lebensrealität für Millionen Menschen. Daraus ergibt sich ein Anspruch an Sachlichkeit, Faktenorientierung und Loyalität gegenüber den Mitgliedern – nicht gegenüber wechselnden politischen oder medialen Erwartungshaltungen.
Thematisiert wird außerdem die Frage der persönlichen Unabhängigkeit als Voraussetzung für glaubwürdige Interessenvertretung. Die räumliche und berufliche Distanz zu etablierten Netzwerken wird dabei nicht als Nachteil, sondern als strukturelle Voraussetzung für Entscheidungsfreiheit beschrieben. Das Statement grenzt sich bewusst von aktivistischer Rhetorik, Kampagnenlogik und personalisierter Empörung ab.
Das Video ersetzt keinen schriftlichen Antrag und keine formalen Verfahren. Es ergänzt die veröffentlichte Bewerbung um eine dokumentierende Ebene, in der Motivation, Haltung und Zielsetzung erläutert werden. Ziel ist nicht Provokation, sondern Transparenz: Mitglieder und Öffentlichkeit sollen nachvollziehen können, welche Überlegungen hinter dieser Bewerbung stehen und welches Verständnis von Interessenvertretung ihr zugrunde liegt.
Abschließend wird deutlich gemacht, dass eine Reaktion des ADAC offen ist, für die Einordnung jedoch zweitrangig bleibt. Entscheidend ist, dass Fragen nach Führungsverständnis, Unabhängigkeit und Mitgliederbindung öffentlich diskutierbar bleiben, ohne moralische Aufladung oder strategische Zuspitzung.
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