Methan-Messprogramm für Rinder – wie realitätsfern kann Politik sein?
Deutschland hat ein neues Klimaschutzprogramm.
331 Seiten stark.
Vorgestellt von SPD-Umweltminister Carsten Schneider.
Getragen von einer schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz.
Was als großer Wurf verkauft wird, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als Dokument der politischen Entkopplung von der Realität.
Ein Punkt sticht dabei besonders hervor – und steht sinnbildlich für alles, was schiefläuft:
👉 Ein staatliches Methan-Messprogramm für Rinder.
Klimaschutzprogramm 2026: Viel Papier, wenig Realität
Das sogenannte Klimaschutzprogramm 2026 soll Deutschland auf Kurs bringen.
So zumindest die Erzählung aus Berlin.
In Wahrheit ist es ein Sammelsurium aus:
- neuen Auflagen
- neuen Kosten
- neuen Kontrollen
- neuen Belastungen
Für genau jene Gruppen, die dieses Land tragen:
Landwirte, Pendler, Hausbesitzer, Mittelstand.
Statt Innovation setzt die Regierung auf Überwachung und Regulierung.
Methanmessungen bei Kühen: Bürokratie statt Problemlösung
Der wohl absurdeste Vorschlag:
Landwirte sollen künftig den Methanausstoß ihrer Rinder erfassen und analysieren.
Konkret bedeutet das:
- neue Messsysteme
- neue Dokumentationspflichten
- neue Forschungsprogramme zur „klimafreundlichen Zucht“
- neue Kosten für Betriebe, die ohnehin unter Druck stehen
Während Bauern um ihre Existenz kämpfen, diskutiert die Bundesregierung ernsthaft darüber, wie klimafreundlich eine Kuh rülpst.
That’s not progress.
Das ist politischer Aktionismus.
Angriff auf die Landwirtschaft – mit Ansage
Die Landwirtschaft steht seit Jahren im Fadenkreuz der Klimapolitik:
- Diesel verteuert
- Düngereinsatz reguliert
- Flächenstilllegung
- Tierhaltung unter Generalverdacht
Jetzt folgt der nächste Schritt:
Die Individualisierung von Schuld bis auf das einzelne Tier.
Statt Rahmenbedingungen zu verbessern, wird kontrolliert.
Statt zu entlasten, wird gemessen.
Statt zu unterstützen, wird misstraut.
So zerstört man Vertrauen – und Betriebe gleich mit.
Mobilität wird zum Luxusgut erklärt
Doch der Angriff endet nicht auf dem Acker.
Bis 2040 sollen laut Programm 70 Prozent des Fahrzeugbestands elektrisch sein.
Gleichzeitig wird Benzin über die CO₂-Bepreisung künstlich verteuert.
Die Folgen sind absehbar:
- Pendler zahlen mehr
- Menschen auf dem Land verlieren Mobilität
- die Automobilindustrie verliert Wettbewerbsfähigkeit
Mobilität wird nicht mehr als Voraussetzung für Arbeit und Leben gesehen,
sondern als moralisch zu rechtfertigender Luxus.
Milliarden für Dämmung – bezahlt von allen
Auch der Gebäudesektor bleibt nicht verschont.
Jährlich sollen über zehn Milliarden Euro aus Sondervermögen in Sanierung und Dämmung fließen.
Was das heißt:
- steigende Mieten
- steigende Nebenkosten
- steigender Druck auf Eigentümer
Ob die Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind, spielt eine untergeordnete Rolle.
Hauptsache, die Klimabilanz auf dem Papier stimmt.
CDU unter Merz: Keine Wende, nur neue Verpackung
Viele hatten gehofft, mit Friedrich Merz käme eine politische Kurskorrektur.
Mehr Realitätssinn.
Mehr Wirtschaftskompetenz.
Weniger Ideologie.
Doch das Klimaschutzprogramm zeigt:
Die CDU verwaltet den Kurs der Ampel weiter – nur ohne grüne Parteifarbe.
Schwarz-Rot liefert grüne Politik mit konservativem Etikett.
Politik aus dem Berliner Regierungsviertel – ohne Alltagskontakt
Dieses Programm wirkt, als sei es entstanden:
- fernab von Höfen
- fernab von Werkhallen
- fernab von Pendlerrealität
Während Menschen rechnen müssen, ob sie sich Auto, Heizung oder Haus noch leisten können, beschäftigt sich die Regierung mit Messwerten aus Kuhställen.
Das ist nicht nur abgehoben.
Das ist gefährlich.
Fazit: Klimaschutz gegen die eigene Bevölkerung
Klimaschutz kann sinnvoll sein.
Aber nicht so.
Nicht durch:
- Gängelung
- Misstrauen
- Überregulierung
- Symbolpolitik
Ein Staat, der Kühe überwacht, während Industrie und Wohlstand schrumpfen, hat seine Prioritäten verloren.
Dieses Klimaschutzprogramm schützt vor allem eines nicht:
die Lebensrealität der Menschen in diesem Land.
👉 Deine Meinung zählt
Wenn du findest, dass Klimapolitik wieder vernünftig, realistisch und sozial werden muss:
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Denn politische Vernunft kommt nicht aus 331 Seiten Papier –
sondern aus der Realität.
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