Am 31. März veröffentlichte Achgut einen Beitrag von Jochen Ziegler, der für Aufsehen sorgt.
Die These: Der wissenschaftliche Mainstream könne Impfschäden nach Corona-Impfungen nicht länger ignorieren.
Auslöser ist eine Studie aus Japan, veröffentlicht im Fachjournal Scientific Reports – einem Magazin aus der Nature-Springer-Gruppe.
Was steckt dahinter?
Und was bedeutet das politisch – auch für Deutschland?
Worum es in der japanischen Studie geht
Die Autoren untersuchten ein Phänomen, das sie als „Post-COVID-19 Vaccination Syndrome“ (PCVS) bezeichnen.
Dabei handelt es sich um ein Beschwerdebild, das nach einer COVID-19-Impfung auftreten soll und Symptome umfasst wie:
- chronische Erschöpfung
- neurologische Beschwerden
- Schmerzen
- Konzentrationsstörungen
- Muskelschwäche
Insgesamt wurden 279 Patienten in ein Register aufgenommen, davon 179 mit diagnostiziertem PCVS. Die Symptome traten überwiegend innerhalb der ersten drei Monate nach der Impfung auf.
Die Autoren selbst betonen jedoch mehrere Punkte:
- Es handelt sich nicht um eine bevölkerungsweite Studie.
- Es gibt kein flächendeckendes epidemiologisches Register.
- Die Daten basieren auf gemeldeten und erfassten Fällen.
Das bedeutet: Die Arbeit beschreibt dokumentierte Beschwerden – sie beweist jedoch keine generelle Gefährlichkeit von Impfstoffen.
Warum die Veröffentlichung trotzdem politisch brisant ist
Dass eine solche Studie in einem etablierten Journal erscheint, ist bemerkenswert.
Nicht, weil sie „den Beweis“ liefert – sondern weil sie zeigt, dass Nebenwirkungen weiterhin wissenschaftlich untersucht werden.
In der öffentlichen Wahrnehmung war die Corona-Impfkampagne lange von klaren Fronten geprägt:
- Offizielle Stellen betonten Sicherheit und Nutzen.
- Kritiker warnten vor unterschätzten Risiken.
Die japanische Studie bewegt sich zwischen diesen Polen. Sie behauptet keine Verschwörung – aber sie benennt Beschwerden, die nach Impfungen gemeldet wurden.
Gerade in einem konsensorientierten Land wie Japan wird eine solche Veröffentlichung als Signal verstanden:
Die Debatte ist nicht beendet.
Die große Streitfrage: PCVS vs. Long COVID
Ein zentraler Punkt ist die Abgrenzung zwischen:
- Post-Vac-Syndromen
- Long COVID nach Infektion
Die Symptome überschneiden sich stark.
Genau hier liegt die wissenschaftliche Herausforderung:
Korrelation ist nicht automatisch Kausalität.
Wer ernsthaft aufklären will, muss unterscheiden zwischen:
- Impfreaktionen
- Infektionsfolgen
- psychischen Belastungsreaktionen
- Vorerkrankungen
Eine vorschnelle Gleichsetzung – in beide Richtungen – hilft niemandem.
Zahlen, Hochrechnungen und Vorsicht
Im Achgut-Beitrag werden zudem Hochrechnungen zu möglichen Impftodesfällen in Japan diskutiert.
Solche Projektionen sind politisch wirksam – wissenschaftlich jedoch heikel.
Pharmakovigilanz-Meldesysteme erfassen Verdachtsfälle.
Sie beweisen keinen ursächlichen Zusammenhang.
Genau deshalb ist saubere Datenlage entscheidend.
Wer mit Faktoren von 50 oder 100 multipliziert, bewegt sich außerhalb dessen, was durch die vorliegenden Daten abgesichert ist.
Das heißt nicht, dass es keine Nebenwirkungen gibt.
Aber es heißt: Jede Behauptung braucht belastbare Evidenz.
Warum das auch für Deutschland relevant ist
Auch in Deutschland ist die Aufarbeitung der Corona-Jahre politisch unvollständig.
Vertrauen wurde verspielt – nicht nur durch mögliche Fehlentscheidungen, sondern auch durch:
- pauschale Diffamierung von Kritik
- moralische Überhöhung politischer Maßnahmen
- fehlende Transparenz
Wenn neue Studien erscheinen, sollten sie nicht reflexhaft abgewehrt – aber auch nicht instrumentalisiert werden.
Die eigentliche Kernfrage
Die Debatte darf nicht lauten:
„Alles war Gift“
oder
„Alles war perfekt“.
Die entscheidende Frage ist:
Wurde transparent, ehrlich und differenziert kommuniziert?
Gab es Nebenwirkungen?
Ja.
Sind sie systematisch verschwiegen worden?
Das ist bislang nicht wissenschaftlich belegt.
Brauchen wir offene Register, unabhängige Forschung und ehrliche Debatten?
Unbedingt.
Fazit: Zwischen Aufklärung und Instrumentalisierung
Die japanische Studie ist kein Beweis für eine globale Impfkatastrophe.
Aber sie ist ein Beleg dafür, dass Forschung zu Nebenwirkungen weiterläuft – auch im Mainstream.
Das sollte niemanden erschrecken.
Im Gegenteil: So funktioniert Wissenschaft.
Für „Marlas Army“ bedeutet das:
Wir brauchen keine Panik.
Wir brauchen Transparenz.
Wir brauchen Debatte ohne Denkverbote.
Nicht blinder Glaube.
Nicht blinde Ablehnung.
Sondern klare Fragen – und klare Antworten.
Wenn dir dieser Beitrag wichtig erscheint:
Teile ihn.
Diskutiere ihn.
Und bleib unbequem.
In Marla We Trust.

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