Dezember 2019: Meine Aktion bei Jens Spahn im Elisabeth-Krankenhaus – im Jahr vor Corona

Marla Svenja mit schwarzem Hut und Sonnenbrille vor Fernseher mit Schriftzug „Das Video“ – Rückblick auf Konfrontation mit Jens Spahn im Dezember 2019

Im Jahr bevor Corona alles veränderte, stand ich in einer Tiefgarage.

Nicht zufällig.
Nicht aus Neugier.

Sondern weil ich wusste, dass oben eine politische Inszenierung stattfand, die mehr verdient hatte als höflichen Applaus.

Dezember 2019.
Elisabeth-Krankenhaus in Halle (Saale).
Auftritt des damaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn.

Thema: Masern-Impfung.
Thema: Impfpflicht.

Der Zugang?
Streng reglementiert.
Nur akkreditierte Journalistinnen und Journalisten.

Ich war nicht eingeladen.

A ergänzendes Videostatement zur damaligen Aktion im Elisabeth-Krankenhaus Halle wurde gesondert veröffentlicht und dokumentiert den Ablauf vor Ort.


Warum ich trotzdem dort war

Schon damals stellte sich für mich eine zentrale Frage:

Wie unabhängig ist unsere Gesundheitspolitik wirklich?

Jens Spahn trat als oberster Gesundheitsverantwortlicher des Landes auf – entschlossen, durchsetzungsstark, überzeugt von staatlichen Eingriffen in Form einer Impfpflicht.

Kritische Stimmen?
Nicht vorgesehen.

Ich wollte diese Kritik nicht draußen vor der Tür formulieren.
Ich wollte sie im Raum platzieren.


Warten im Verborgenen

Ich wartete in der Tiefgarage des Krankenhauses.
Dort, wo auch Verstorbene aus dem Gebäude gebracht werden.

Ein unscheinbarer Ort.
Aber strategisch klug.

Telefonisch blieb ich mit einer Person im Veranstaltungsbereich in Kontakt.
Ich wollte nicht vorher abgefangen werden.

Dann kam die Nachricht:
„Die Luft ist rein.“


Der Eintritt

Oben stand ich vor einer verschlossenen Glastür.
Zutritt nur für Berechtigte.

Dann öffnete jemand die Tür von innen.
Ein Sekundenmoment.

Ich nutzte ihn.

Verkleidet.
Unauffällig genug, um nicht sofort erkannt zu werden.

Und dann war ich drin.


Die Botschaft

Mein Ziel war klar:

Ich wollte öffentlich ansprechen, wie eng Politik und Pharmaindustrie miteinander verflochten sein können – und welche Rolle wirtschaftliche Interessen in gesundheitspolitischen Entscheidungen spielen.

Ich habe keine geheimen Dokumente präsentiert.
Aber ich habe Fragen gestellt, die viele damals bereits bewegten.

Wie unabhängig sind politische Entscheidungen?
Wie transparent sind Netzwerke?
Und wie groß ist der Einfluss wirtschaftlicher Akteure?

Diese Fragen waren unbequem.
Und sie blieben es.


Das schnelle Eingreifen

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Bundeskriminalbeamte griffen ein.
Ich wurde aus dem Gebäude begleitet – deutlich bestimmt.

Kurz darauf erhielt ich ein allgemeines Hausverbot des Krankenhauses.
Ausnahme: medizinische Notfälle.

Die Aktion war beendet.
Die Fragen blieben.


Dann kam Corona

Nur wenige Monate später begann eine Pandemie, die alles veränderte.

Was folgte, waren beispiellose politische Maßnahmen.
Milliardenausgaben.
Eilverfahren.
Beschaffung in historischem Ausmaß.

Und genau hier wurden viele der Fragen, die ich 2019 gestellt hatte, plötzlich öffentlich diskutiert.


Maskengeschäfte, Immobilien, politische Verantwortung

Im Laufe der Pandemie geriet Jens Spahn mehrfach in die Kritik – unter anderem im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung und der Vergabe von Aufträgen in Milliardenhöhe. Es ging um Preise, Vergabeverfahren und Transparenz.

Auch der Kauf einer hochpreisigen Immobilie sorgte zeitweise für mediale Aufmerksamkeit und öffentliche Diskussionen.

Wichtig ist:
Nicht jede Kritik bedeutet automatisch Schuld.
Aber öffentliche Verantwortung bedeutet auch öffentliche Prüfung.

Und genau diese Prüfung fand statt – in Medien, im Bundestag, in Untersuchungsausschüssen, in der politischen Debatte.

Das Entscheidende ist:
Die Fragen nach Nähe, Transparenz und politischer Integrität standen plötzlich im Zentrum.


Und heute?

Heute mischt Jens Spahn wieder aktiv in der CDU mit.
Er tritt auf.
Er kommentiert.
Er gestaltet Politik.

Als wäre nichts gewesen.

Als wäre die Pandemie nur ein Kapitel gewesen, das man politisch abhaken kann.

Doch politische Verantwortung endet nicht mit einer Legislaturperiode.
Und Vertrauen entsteht nicht durch Vergessen.


Rückblick mit anderer Perspektive

Wenn ich heute auf Dezember 2019 zurückblicke, wirkt dieser Tag wie ein Vorzeichen.

Damals ging es um die Masern-Impfpflicht.
Kurz darauf folgten ganz andere Dimensionen staatlicher Eingriffe.

Damals war Kritik unerwünscht.
Später wurde Kritik gesellschaftlicher Dauerzustand.

Was wie eine Einzelaktion wirkte, war in Wahrheit Teil einer größeren Entwicklung.


Fazit: Erinnerung ist unbequem – aber notwendig

Man kann meine Aktion kritisieren.
Man kann meine Methode hinterfragen.

Aber eines bleibt:

Demokratie lebt davon, Macht kritisch zu begleiten.
Nicht erst im Nachhinein.
Nicht erst, wenn Milliarden bewegt wurden.

Sondern frühzeitig.

Dezember 2019 war kein Zufall.
Es war ein Moment vor dem Wendepunkt.

Und genau deshalb lohnt es sich, heute noch einmal hinzusehen.

Wenn du findest, dass politische Erinnerung wichtig ist, dann teile diesen Beitrag.

Diskutiere mit.
Stell Fragen.
Und begleite weiter kritisch, was andere lieber vergessen würden.

In Marla we trust.

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Marla Svenja Liebich is the author and publisher of Marlas Army.
On Marla’s Army, she publishes analyses, commentary, and personal accounts on social and political developments in Germany.
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