Ich hab mich heute wirklich gewundert.
Ich gucke auf die Wetterstation – und da steht angeblich irgendwas um den Gefrierpunkt.
Nicht schön, aber machbar.
Und trotzdem fühlt es sich draußen an, als würde dir die Luft die Lunge auswringen.
Dabei mache ich ja nur diesen kurzen Weg:
Wohnung → Stall → Wohnung.
Kein Spaziergang.
Kein Abenteuer.
Nur rüber, gucken, ob alles stimmt.
Und dann ist mir klar geworden, was passiert ist:
Ich habe die Fahrenheit-Anzeige als Celsius interpretiert.
Ich dachte also: „Okay, bisschen Frost.“
In Wirklichkeit war das: richtig kalt.
Und plötzlich ergibt alles Sinn.
Die letzten Nächte haben Adi und Minna extrem an mir geklebt.
So richtig: nicht „Schmusekatzen“, sondern „Wärme suchen“.
Und ich hab mir noch gedacht:
„Naja, die sind halt anhänglich.“
No.
Das war keine Romantik.
Das war Notlage.
Die Katzen haben nicht gekuschelt, weil sie süß sein wollten.
Die haben gekuschelt, weil sie nicht frieren wollten.
Adi ist fast zwölf, schwer wie ein nasser Sandsack, und wenn der sich an dich presst, dann ist das keine Deko – das ist ein Wärmespeicher.
Minna ist drei, kleiner, dünner, wachsamer.
Sie legt sich nicht einfach irgendwo hin.
Sie legt sich dahin, wo es Sinn macht.
Und ich war der warme Punkt im Zimmer.
Heute war ich wieder drüben im Stall.
Und diesmal war es nicht nur „kurz gucken“.
Diesmal war es ernst.
Eines der Schafe ist krank.
Du merkst das nicht an großen Dramen.
Du merkst es an kleinen Dingen:
an einem Blick, einem Stand, einer Müdigkeit, die nicht normal ist.
Der Bauer hat den Tierarzt bereits gerufen.
Der muss kommen.
Und ich sitze dann nicht hier und tue so, als wäre das „Landromantik“.
Das ist Verantwortung.
Während ich rüber muss, hängen Minna und Adi wie immer am Fenster.
Sie warten.
Nicht, weil sie Angst haben.
Sondern weil sie kontrollieren wollen, dass ich zurückkomme.
Dass ich nicht zu lange weg bin.
Dass alles wieder in Ordnung ist.
Und ich merke wieder:
Exil ist manchmal Politik.
Manchmal ist es nur Winter.
Kälte. Stall. Tiere.
Und zwei schwarze Katzen, die genau wissen, wann dein Kopf falsch rechnet –
und wann dein Körper trotzdem friert.
Heute Nacht wird das Feuer nicht ausgehen.
Und Fahrenheit werde ich nie wieder mit Celsius verwechseln.
Zu diesem Beitrag a separate video statement was published, das die geschilderte Situation und die Witterungsbedingungen dokumentarisch ergänzt.
To be continued.
Cat Album – Navigation
➡️ Part 1: Caviar Check in the Morning
➡️ Part 2: 9:00 PM, Pure Egg Liqueur
➡️ Part 3: 4:30 AM, Wild Food & Mice Are Subpar 😼🖤
➡️ Part 4: Outside – 15 Degrees
➡️ Part 5: The Web – Germany’s Shroud
➡️ Part 6: Almost Half Past Nine. Reading Aloud in Exile.
➡️ Part 7: Sunday Afternoon Cinema with Marla’s Army
➡️ Part 7: Minus Seven – Oven Time & Cat Supervision
➡️ All Cat Photos & Stories
➡️ Part 10: coming soon
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