Friedrich Merz steht Anfang 2026 vor der Wirtschaft und beklagt etwas, das Millionen Bürger längst im Portemonnaie spüren: explodierende Energiepreise und fehlende Versorgungssicherheit.
Er nennt den Ausstieg aus der Kernenergie einen schweren strategischen Fehler.
Das ist richtig.
Aber es ist nur die halbe Wahrheit.
Der vergessene Teil der Verantwortung
Merz spricht, als sei er Beobachter gewesen.
Als hätte seine Partei keinen Anteil an dieser Politik.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die CDU/CSU war nicht nur Mitläufer, sondern tragende Säule der Energiewende. Der Ausstieg wurde unter Angela Merkel beschlossen und später von der gesamten Fraktion verteidigt.
Als es 2022 konkret wurde und ein Antrag den Weiterbetrieb der letzten Kernkraftwerke forderte, hätte eine bürgerliche Mehrheit möglich sein können. Doch CDU/CSU und FDP stimmten dagegen.
Nicht aus Unkenntnis.
Nicht aus Angst.
Sondern wegen der Brandmauer.
Wissen war vorhanden – der Wille nicht
Spätestens 2024 war klar, dass die Folgen bekannt sind:
Milliardenwerte zerstörter Kraftwerke.
Grenzkosten von wenigen Cent pro Kilowattstunde.
Versorgungssicherheit für Jahrzehnte.
CDU-Energiepolitiker bestätigten all das öffentlich.
Und stimmten trotzdem dagegen.
Das zeigt: Diese Politik war kein Irrtum. Sie war gewollt.
Schuldverschiebung als letzte Strategie
Heute, da die Energiewende sichtbar scheitert, beginnt das große Umschreiben der Geschichte. Die Schuld soll woanders liegen. Bei Vorgängern. Bei Koalitionspartnern. Bei äußeren Umständen.
Doch Abstimmungen lassen sich nicht wegmoderieren.
Koalitionsverträge lassen sich nachlesen.
Verantwortung lässt sich nicht delegieren.
Conclusion
Die Energiewende ist nicht gescheitert, weil niemand wusste, was passiert. Sie scheitert, weil die Verantwortlichen es besser wussten – und trotzdem so gehandelt haben.
Und solange diese Parteien wiedergewählt werden, wird sich daran nichts ändern.
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