Drei Farben.
Mehr braucht es inzwischen nicht mehr.
In Arnsberg reicht Schwarz-Rot-Gold, um politische Schnappatmung auszulösen.
Nicht Parolen.
Nicht Gewalt.
Nicht Drohungen.
Eine Treppe.
Was dort passiert ist, wirkt auf den ersten Blick banal:
Eine sogenannte Regenbogentreppe wurde erneut übermalt – diesmal mit den deutschen Nationalfarben.
Die Reaktion darauf?
Empörung. Anzeige. Extremismus-Vorwurf.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem.
A gesondert veröffentlichtes Videostatement dokumentiert die Reaktionen und öffentlichen Einordnungen zum Fall der Treppe in Arnsberg und ergänzt die schriftliche Analyse um eine zusammenfassende Darstellung der Ereignisse.
Wenn Nationalfarben plötzlich „rechtsextrem“ sein sollen
Die Vorsitzende der Grünen in Arnsberg erklärte öffentlich, das Übermalen der Treppe mit Schwarz-Rot-Gold sei eine „klare rechtsextreme Aussage“.
Gegen Vielfalt.
Gegen Queers.
Pro Nationalismus.
Das ist kein Missverständnis.
Das ist eine bewusste politische Setzung.
Die deutsche Flagge wird nicht mehr als neutraler Ausdruck staatlicher Identität betrachtet, sondern als ideologisches Kampfzeichen.
Wer sie sichtbar macht, gerät automatisch unter Verdacht.
Das ist ein gefährlicher Paradigmenwechsel.
Öffentlicher Raum – aber nur für eine Meinung?
Besonders entlarvend ist der Satz:
Malt euch zu Hause in Nationalfarben an. Hängt euch die Fahne in den Garten. Aber nicht im öffentlichen Raum.
Übersetzt heißt das:
Deutschland darf existieren – aber bitte nur privat.
Leise.
Unsichtbar.
Der öffentliche Raum gehört nicht mehr allen Bürgern gleichermaßen, sondern wird ideologisch verwaltet.
Bestimmte Symbole gelten als erwünscht, andere als Provokation.
Vielfalt?
Ja – aber nur in eine Richtung.
Der Staat als Meinungspolizei
Die Stadt Arnsberg reagierte nicht neutral.
Sie rückte mit einem Tankwagen an, um die Treppe von den Nationalfarben zu „reinigen“.
Nicht wegen der Farben an sich – sondern wegen ihrer politischen Deutung.
Gleichzeitig betont der Bürgermeister, Schwarz-Rot-Gold stehe für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde.
Ein richtiger Satz.
Doch er wird sofort relativiert:
Die Farben dürften nicht gegen „andere Werte“ ausgespielt werden.
Die entscheidende Frage lautet also:
Wer definiert diese anderen Werte?
Und warum stehen sie über den Symbolen des eigenen Landes?
Symbolpolitik statt Rechtsstaat
Natürlich kann man über Sachbeschädigung sprechen.
Natürlich kann man über Genehmigungen reden.
Doch niemand glaubt ernsthaft, dass es hier nur um Farbe auf Beton geht.
Es geht um Deutungshoheit.
Der Regenbogen gilt als unantastbar.
Schwarz-Rot-Gold als verdächtig.
Das ist keine Neutralität.
Das ist Ideologie.
Wenn Demokratie ihre eigenen Symbole fürchtet
Eine stabile Demokratie hält Spannungen aus.
Sie verträgt unterschiedliche Symbole.
Sie kriminalisiert keine Farben.
Wenn jedoch die eigenen Nationalfarben nur noch geduldet werden, solange sie unsichtbar bleiben, dann ist das kein Zeichen von Stärke – sondern von Unsicherheit.
Schwarz-Rot-Gold ist kein Angriff.
Eine Treppe ist kein Hassverbrechen.
Und nationale Identität ist kein Extremismus.
Fazit: Das eigentliche Problem ist die Angst
Die Aufregung in Arnsberg sagt weniger über eine Treppe aus als über den Zustand unserer politischen Kultur.
Die Angst, dass nicht mehr alle dieselben Symbole akzeptieren.
Die Angst vor Kontrollverlust im öffentlichen Raum.
Die Angst, dass nationale Identität wieder sichtbar wird.
Diese Angst ist inzwischen lauter als jede Debatte.
Und genau deshalb sollten wir über diese Treppe sprechen.
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