Es beginnt immer harmlos.
Mit einem wohlklingenden Argument.
Mit dem Hinweis auf „Schutz“, „Verantwortung“ und „Kinder“.
Genau so beginnt jetzt der nächste große Angriff auf das freie Internet.
Die CDU fordert ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für Social Media – flankiert von verpflichtender Altersverifikation.
Was nach Fürsorge klingt, ist in Wahrheit etwas völlig anderes: der Einstieg in eine flächendeckende digitale Identitätskontrolle.
A ergänzendes Videostatement zu diesem Thema wurde separat veröffentlicht und ordnet die politischen und technischen Hintergründe der Altersverifikationsdebatte ausführlich ein.
Altersverifikation ist kein Detail – sie ist der Kern
Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige funktioniert nur unter einer Voraussetzung:
Man muss wissen, wie alt jemand ist.
Und das weiß man im Internet nur, wenn man weiß, wer jemand ist.
Altersverifikation bedeutet:
- Registrierungspflicht
- Identitätsnachweis
- Abgleich mit offiziellen Dokumenten
Kurz: Klarnamen, Verifizierung, Nachverfolgbarkeit.
Nicht für Kinder.
Sondern für alle.
Denn Plattformen können nicht „nur Minderjährige“ prüfen.
Technisch, rechtlich und praktisch ist das unmöglich.
Wer das Alter kontrollieren will, kontrolliert die Identität.
Und wer die Identität kontrolliert, kontrolliert das Netz.
Das Ende der Anonymität – leise, bürokratisch, endgültig
Das Internet stirbt heute nicht mehr durch Zensur im klassischen Sinn.
Es stirbt durch Regeln.
Durch Formulare.
Durch Upload-Felder für Ausweise.
Anonymität war nie ein Randphänomen.
Sie war die Grundlage für:
- freie Meinungsäußerung
- Whistleblower
- Opposition
- Kritik an Macht
Wenn jede Meinung eindeutig einer Person zugeordnet werden kann, ändert sich alles.
Nicht, weil plötzlich alle verfolgt werden.
Sondern weil alle es wissen könnten.
Das reicht.
Jugendschutz als politischer Vorwand
Natürlich brauchen Kinder Schutz.
Niemand bestreitet das.
Aber genau deshalb ist dieses Argument so perfide.
Denn es immunisiert das Vorhaben gegen Kritik.
Wer widerspricht, gilt schnell als verantwortungslos.
Als jemand, dem Kinder egal seien.
Dabei ist das Gegenteil der Fall:
Ein freies, offenes Internet ist kein Feind von Kindern –
sondern eine Voraussetzung für eine freie Gesellschaft.
Probleme wie Mobbing, Sucht oder problematische Inhalte lassen sich nicht durch Totalüberwachung lösen.
Sie lassen sich durch Medienkompetenz, Elternverantwortung und gezielte Maßnahmen angehen.
Ein Verifikationszwang ist dafür das schlechteste Instrument.
Die politische Doppelmoral ist offensichtlich
Besonders entlarvend ist der zeitgleiche Ruf nach einem Wahlalter ab 16.
Auf der einen Seite:
Zu unreif für Social Media.
Zu schutzbedürftig für offene Plattformen.
Auf der anderen Seite:
Reif genug, um über die politische Zukunft des Landes abzustimmen.
Beides gleichzeitig zu behaupten, ist kein Versehen.
Es ist Machtpolitik.
Es geht nicht um Reife.
Es geht um Kontrolle über Räume, in denen sich Meinungen bilden.
Heute Kinder, morgen alle anderen
Gesetze, die mit guten Absichten starten, enden selten dort, wo sie beginnen.
Heute:
„Nur zum Schutz von Minderjährigen.“
Morgen:
„Zur Bekämpfung von Hassrede.“
Übermorgen:
„Gegen Desinformation.“
Das Werkzeug bleibt dasselbe.
Nur die Begründung ändert sich.
Wer jetzt glaubt, das sei übertrieben, sollte sich eine einfache Frage stellen:
Warum drängen Staaten weltweit auf digitale Identitäten, Klarnamenpflichten und zentrale Verifikationssysteme?
Nicht wegen der Kinder.
Sondern wegen der Kontrolle über Kommunikation.
Fazit: Das ist kein Schutz – das ist ein Systemwechsel
Ein verpflichtendes Altersverifikationssystem wäre kein kleines Update.
Es wäre ein fundamentaler Umbau des Internets.
Weg von Offenheit.
Weg von Anonymität.
Hin zu Überwachung als Normalzustand.
Wer das freie Netz erhalten will, muss diese Entwicklung früh benennen –
nicht erst, wenn sie Gesetz geworden ist.
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Und lass nicht zu, dass das Internet stirbt, während alle von „Schutz“ reden.
👉 Freiheit verschwindet nicht auf einmal.
Sie wird Stück für Stück reguliert.
In Marla we trust.

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