Was in Sachsen-Anhalt gerade passiert, ist kein normaler Regierungswechsel.
Es ist ein politisches Beben.
Der Rücktritt von Reiner Haseloff, vier Monate vor der Landtagswahl, ist kein geordneter Übergang – es ist ein Zeichen von Panik. Denn die CDU weiß: Das alte Machtmodell funktioniert nicht mehr. Selbst mit allen Koalitionstricks, mit SPD, Grünen und Linken zusammen, könnte es diesmal nicht mehr reichen, um die AfD zu stoppen.
Und genau das ist der eigentliche Skandal.
Die AfD als Systembruch
Die AfD gibt der CDU nicht deshalb den Todesstoß, weil sie radikal wäre, sondern weil sie etwas tut, das in einer Demokratie eigentlich normal sein sollte:
Sie bietet echte politische Konkurrenz.
Jahrzehntelang konnte die CDU darauf bauen, dass es im Zweifel immer eine große Koalition, ein rot-schwarzes Arrangement oder ein Allparteienbündnis geben würde. Politik wurde nicht mehr gegen Alternativen gemacht, sondern gegen die eigenen Wähler.
Doch dieses Kartell bricht.
Die AfD hat es geschafft, sich tief in die gesellschaftliche Realität einzuschreiben:
bei Arbeitern, Selbständigen, Familien, ehemaligen CDU-Wählern, aber auch bei Migranten, die in Deutschland Freiheit gesucht haben und keinen religiösen oder ideologischen Zwang mehr wollen.
Diese Wählergruppen lassen sich nicht mehr durch moralische Keulen oder mediale Ausgrenzung steuern.
Die Brandmauer schützt nicht die Demokratie, sondern Karrieren
Die sogenannte Brandmauer ist kein Schutzwall gegen Extremismus.
Sie ist ein Schutzwall für Posten.
Ministerien, Staatssekretäre, Behördenchefs, NGO-Vorstände, Förderprogramme, Aufsichtsräte – das alles hängt an Koalitionen, nicht an Wählermehrheiten. Solange CDU und SPD sich gegenseitig stützen, bleibt dieses System stabil.
Doch je stärker die AfD wird, desto weniger funktioniert dieses Arrangement.
Die Brandmauer sperrt längst nicht mehr die AfD aus – sie sperrt Millionen Wähler aus.
Warum Sachsen-Anhalt so gefährlich für das System ist
Gerade in Ostdeutschland ist das Gedächtnis für Einheitsfronten besonders scharf.
Die Menschen wissen, wie sich ein politisches Kartell anfühlt.
Wenn CDU, SPD, Grüne und Linke sich zusammenschließen, nur um eine Partei auszuschließen, dann erinnert das viele Bürger an genau das, was sie eigentlich überwunden glaubten.
Sachsen-Anhalt könnte deshalb der Ort werden, an dem sichtbar wird:
Das alte Parteienmodell hat seine Mehrheit verloren.
Der Rücktritt Haseloffs als Symbol
Haseloffs Abgang ist kein Zeichen von Erneuerung.
Er ist ein Eingeständnis, dass das CDU-System nicht mehr trägt.
Wenn ein Ministerpräsident wenige Monate vor der Wahl geht, dann nicht aus Stärke – sondern weil man hofft, Zeit zu gewinnen. Doch Zeit heilt kein politisches Misstrauen.
Die Wähler haben sich längst neu orientiert.
Conclusion
Die AfD gibt der CDU den Todesstoß, weil sie das tut, was die CDU verlernt hat:
Sie spricht reale Probleme an – Migration, Sicherheit, Meinungsfreiheit, Wohlstand.
Und genau deshalb zerbricht jetzt das Kartell der Altparteien.
Sachsen-Anhalt könnte der Anfang vom Ende dieses Systems sein.
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