Gasspeicher bei 26 Prozent – Analyse zur aktuellen Versorgungslage im Februar 2026

In diesem Videostatement erläutert Marla Svenja Liebich die aktuelle Entwicklung der deutschen Gasspeicherstände zum Stichtag 9. Februar 2026. Laut den veröffentlichten Daten der europäischen Transparenzplattform AGSI sind die Speicher nur noch zu 26,99 Prozent gefüllt. Damit liegt der Füllstand deutlich unter dem Niveau, das Fernleitungsnetzbetreiber im Winter als stabilitätsrelevant einstufen. Branchenvertreter nennen eine Spanne von 30 bis 40 Prozent als Orientierungswert zur Absicherung von Netzstabilität und Versorgungssicherheit.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der regionalen Differenzierung. Während einzelne ostdeutsche Speicher noch Füllstände um die 30 bis 40 Prozent aufweisen, sind Anlagen in Bayern teils deutlich niedriger befüllt. Diese Unterschiede stehen im Zusammenhang mit variierenden Importstrukturen, LNG-Einspeisungen sowie regionaler Speicherabhängigkeit. Die Einschätzungen der Bundesnetzagentur verdeutlichen, dass Ost- und Süddeutschland unterschiedlichen Versorgungsmechanismen unterliegen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags ist die Situation des Speichers Rehden, der als einer der größten Porenspeicher Europas gilt. Sein niedriger Füllstand wird im Kontext marktwirtschaftlicher Anreizstrukturen und staatlicher Rahmenbedingungen bewertet. Thematisiert wird zudem die Abschaffung der Gasspeicher-Sicherheitsumlage im Januar 2026 und die Frage, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf künftige Einspeicheranreize haben könnte.

Das Video ordnet die Rolle von LNG-Importen ein und unterscheidet zwischen laufender Versorgung und strategischer Reserve. Dabei wird herausgestellt, dass Speicher als Pufferfunktion dienen, während Importe von globalen Marktbedingungen, Logistik und geopolitischen Entwicklungen abhängen.

Ziel des Beitrags ist eine sachliche Analyse der strukturellen Ausgangslage ohne Dramatisierung, jedoch unter Berücksichtigung möglicher Risiken bei weiteren Kälteeinbrüchen oder Lieferstörungen. Die Einschätzung erfolgt auf Basis öffentlich zugänglicher Daten und branchenbezogener Stellungnahmen.

Zum vollständigen Hintergrundartikel mit detaillierter Einordnung und weiterführender Argumentation gelangen Sie hier:
[Zum Artikel „Gasspeicher nur noch 26 % – Deutschland geht mit dünnem Puffer in den Winter“]

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