Katzenalbum #13 – Konsum, Westpaket und alltägliche Versorgung

Dieses Videostatement ergänzt den schriftlichen Beitrag „Katzenalbum #13 – Konsum, Westpaket und Dinge, die es hier einfach nicht gibt“ und dokumentiert einen alltäglichen Abschnitt aus dem laufenden Projekt. Im Mittelpunkt steht kein Ereignis im klassischen Sinn, sondern die Beschreibung von Routinen, Versorgungswegen und kleinen Beobachtungen, die sich aus dem Leben abseits urbaner Strukturen ergeben.

Gezeigt wird ein Tag ohne besondere Vorkommnisse: Stallgänge, kurze Erledigungen, Pausen und die selbstverständliche Einbindung von Tieren in den Tagesablauf. Dabei wird deutlich, dass Verantwortung hier nicht als Ausnahmezustand verstanden wird, sondern als wiederkehrende Aufgabe. Mehrere Wege zum Stall, Kontrollgänge und kurze Einschätzungen gehören ebenso dazu wie die Akzeptanz, dass nicht alles planbar oder kontrollierbar ist.

Ein zentrales Motiv des Videos ist die lokale Versorgungssituation. Der sogenannte „Konsum“, eine dörfliche Kaufhalle, deckt das Nötige ab, nicht jedoch spezielle Produkte. Am Beispiel eines Pakets mit Katzenfutter wird sichtbar, wie externe Lieferwege genutzt werden müssen, um bestimmte Dinge verfügbar zu machen. Das Paket selbst wird dabei nicht als Besonderheit inszeniert, sondern als funktionaler Bestandteil des Alltags, der zeitverzögert ankommt und dennoch zuverlässig eingeplant wird.

Die Reaktionen der Katzen auf den Paketinhalt dienen im Video als Kontrast: zwei Tiere, gleiche Umgebung, unterschiedliche Verhaltensweisen. Diese Beobachtungen bleiben bewusst unkommentiert und werden nicht vermenschlicht. Sie stehen exemplarisch für die ruhige, sachliche Betrachtung von Verhalten und Gewohnheiten.

Gleichzeitig thematisiert das Videostatement die veränderte Wahrnehmung alltäglicher Abläufe. Selbst neutrale Vorgänge wie Versand oder Lieferung können gedanklich überhöht werden, ohne dass daraus reale Konsequenzen folgen. Das Video ordnet diese Gedanken ein, ohne sie zu dramatisieren oder zu relativieren.

Abschließend bleibt der Blick auf das Wesentliche gerichtet: Versorgung, Verlässlichkeit und Routinen, die einen langen Tag strukturieren. Das Videostatement versteht sich als dokumentierende Ergänzung zum Text und hält einen Moment fest, der für sich genommen unspektakulär ist, aber genau darin seinen Wert hat.

Zum vollständigen Textbeitrag: Cat Album #13 – Consumption, the West Package, and Things That Simply Don’t Exist Here

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