2016 reichte ein Wort,
um kriminalisiert zu werden.
2026 ist genau dieses Wort Realität.
Nicht als Provokation.
Nicht als Zuspitzung.
Sondern als staatlich organisierter Beruf.
Während ich bis heute im Exil sitze,
baut der deutsche Staat neue Abschiebehaftplätze
und sucht dafür Personal.
Ganz offen.
Ganz offiziell.
A separates Videostatement zu diesem Thema wurde gesondert veröffentlicht und ergänzt die schriftliche Analyse um eine dokumentierende Einordnung.
Der Staat stellt ein
Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt errichtet derzeit eine neue Abschiebungssicherungseinrichtung in Volkstedt.
30 Plätze.
Abschiebungshaft.
Ausreisegewahrsam.
Parallel zum Bau laufen die organisatorischen Vorbereitungen:
Bewachung, medizinische Betreuung, soziale Betreuung – alles wird ausgeschrieben, alles wird geplant, alles wird legitimiert.
Das ist kein Notfall.
Das ist keine Übergangslösung.
Das ist Verwaltungshandeln.
Gesucht: Durchsetzung
Besonders gesucht werden Vollzugskräfte.
Schichtdienst.
Hoheitliche Befugnisse.
Sicherheit und Ordnung.
Schon seit 2019 bildet das Amt genau für diese Aufgabe aus.
Zwei Jahre Ausbildung.
Beamtenstatus auf Widerruf.
Sehr gute Übernahmechancen.
Der Lehrplan ist eindeutig:
Kriminologie.
Psychologie.
Vollzugsrecht.
Selbstverteidigung.
Konfliktbewältigung.
Was mir früher als „menschenverachtend“ ausgelegt wurde,
steht heute im Curriculum.
Die offizielle Begründung
Der Staat sagt es selbst:
In den letzten Jahren sind viele Menschen nach Deutschland gekommen,
die kein dauerhaftes Bleiberecht erhalten.
Ein Teil entzieht sich der Ausreisepflicht.
Die Konsequenz:
Der Staat braucht Personal,
um diese Pflicht „rechtssicher, verantwortungsvoll und menschlich“ durchzusetzen.
Das ist kein Randthema mehr.
Das ist politische Realität.
Die eigentliche Verschiebung
Der eigentliche Skandal ist nicht die Abschiebungshaft.
Die gab es auch früher.
Der Skandal ist die zeitliche Verzögerung der Wahrheit.
2016 wurde ein Wort verfolgt.
2026 wird dieselbe Sache beworben.
Nicht weil sie plötzlich moralisch wurde,
sondern weil sie gesellschaftlich akzeptiert ist.
Der Unterschied zwischen damals und heute
ist nicht die Handlung.
Es ist die Mehrheitsfähigkeit.
Ehrenamtlich? Überstunden? Freiwillig?
Und seien wir ehrlich:
Ich kann mir sehr gut vorstellen,
dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung
diese Tätigkeit sogar ehrenamtlich übernehmen würde.
Mit Überstunden.
Mit Einsatz.
Mit Überzeugung.
Nicht aus Zwang,
sondern aus politischem Willen.
Der Staat musste nur lange genug warten,
bis er offen sagen durfte,
was faktisch längst passiert.
Mein Fazit
Ich war nicht zu radikal.
Ich war zu früh.
Der Staat folgt der Realität immer –
nur mit Verzögerung
und ohne Entschuldigung.
Was früher strafbar war,
ist heute ein Ausbildungsberuf.
Was mir Freiheit gekostet hat,
kostet heute zwei Jahre Ausbildungszeit.
Deshalb sage ich es zum Schluss ganz nüchtern:
Werdet Abschiebehelfer.
Ein Beruf mit Zukunft.
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