NIUS wollte nur das Verhaftungs-Video – meine Klarstellung

Aktuell passiert etwas, das ich so nicht geplant habe und das ich so auch nicht wollte.

Ich wurde in eine Geschichte gezogen, die andere skandalisieren wollen.
Und ich merke, wie schnell aus privaten Dingen eine öffentliche Bühne wird.

Deshalb mache ich heute eine Klarstellung.
Nicht als Drama.
Sondern als Fakten.

Ein ergänzendes Videostatement dokumentiert die zeitliche Abfolge und die medialen Kontaktversuche aus persönlicher Perspektive und ist gesondert veröffentlicht.

1. Mein Name bleibt privat

Mein Name ist Marla Svenja Liebich.

Und ich sage ganz bewusst:
Ich werde ab heute nichts mehr unternehmen, das dazu führt, dass mein Name öffentlich gemacht oder weiter verbreitet wird.

Nicht, weil ich mich verstecke.
Sondern weil ich verstanden habe, wie schnell Menschen Angst bekommen, darüber zu berichten, sobald ein Name zum Trigger wird.

Ich möchte später wieder arbeiten können.
Ich möchte mich wieder bewerben können.
Und ich möchte nicht, dass mein Name verbrannt wird für etwas, das nicht meine Schuld ist.

Ich wurde auf eine große Bühne gezerrt, gegen meinen Willen.
Und ich entscheide jetzt selbst, was privat bleibt.

2. Der Ablauf in Daten

Damit nichts vermischt wird, hier die zeitliche Abfolge, wie sie bei mir angekommen ist:

Am 5. August habe ich beim Standesamt eine Anmeldung abgegeben.
Das war eine formale Vorbereitung auf einen späteren Termin.
Keine Urkunde. Keine vollzogene Eintragung. Kein abgeschlossener rechtlicher Schritt.

Am 7. August kam ein Rückruf von der zuständigen Beamtin.

Am 10. August wurde dann die Ladung zum Haftantritt abgesendet.

Am 15. August habe ich diese Ladung erhalten.

Und der Gestellungstermin, also der Termin, zu dem ich hätte antreten sollen, war der 29. August.

Diesen Haftantritt habe ich nicht wahrgenommen, weil ich damals unpässlich war.

3. Worum es mir dabei wirklich geht

Für mich stellt sich das so dar, dass durch die eilig versendete Ladung zum Haftantritt verhindert werden sollte, dass ich den notwendigen zweiten Gang zum Standesamt überhaupt noch wahrnehmen kann.

Denn in Haft wäre diese Möglichkeit praktisch weg gewesen.

Natürlich hätte ich theoretisch klagen können.
Natürlich gibt es Rechtswege.

Aber in der Realität bedeutet das oft: jahrelang warten, jahrelang kämpfen, jahrelang blockiert sein.
Und während man klagt, vergeht Zeit.
Zeit ist in solchen Situationen eine Waffe.

4. Der NIUS-Moment, der alles entlarvt

Ich habe versucht, die Situation zu deeskalieren.

Über einen Mittelsmann wurde bei NIUS angefragt, ob man über den Vorgang berichten möchte.
Nicht, um einen Skandal zu erzeugen.
Sondern weil Öffentlichkeit manchmal Schutz sein kann.

Nach mehreren Telefonaten kam sinngemäß eine Antwort, die mich wirklich schockiert hat:

Man würde es nur dann interessant finden, wenn man filmen könne, wie ich zum Standesamt gehe und dabei verhaftet werde.

Nicht die Fakten waren wichtig.
Nicht die Einordnung.
Nicht die Rechtslage.

Sondern die Szene.
Der Moment, der Klicks bringt.

Genau das zeigt, wie dieses Geschäft funktioniert.

NIUS und Julian Reichelt sind nicht automatisch auf der Seite von Menschen, die Veränderung wollen.
Sie sind auf der Seite dessen, was Quote bringt.

Das ist kein Widerstand.
Das ist ein Geschäftsmodell.

5. Kontaktversuch auf X am 29. August

Am 29. August hat Julian Reichelt mich zudem persönlich auf X kontaktiert und ein Interview angefragt.

Ich habe dieses Interview abgelehnt und ihn sofort blockiert.

Ich kann nicht in seinen Kopf schauen.
Aber mein Eindruck war, dass es dabei nicht um Aufklärung ging, sondern um Kontrolle über die Erzählung.

Und wer sich nicht steuern lässt, wird für manche Medien uninteressant oder sogar zum Gegner.

6. Fazit

Ich schreibe das hier nicht, um Drama zu erzeugen.
Ich schreibe es, um Fakten festzuhalten.

Und ich schreibe es als Warnung:

Verwechselt Reichweite nicht mit Haltung.
Verwechselt Lautstärke nicht mit Wahrheit.
Und glaubt niemals, dass jeder, der gegen das System spricht, automatisch auf eurer Seite steht.

Manche wollen keine Aufklärung.
Sie wollen den Moment, der sich verkauft.

Ich werde mich dafür nicht hergeben..

Ihr dürft entscheiden. Soll Reichelt sein menschenverachtendes Spiel spielen dürfen?

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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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