Wir müssen jeden Tag mehrmals rüber in den Stall.
Nicht einmal.
Nicht „heute mal kurz“.
Nicht so, als würde man Tiere tagelang allein lassen.
Ich zeige es euch heute nur bewusst, weil viele sich darunter nichts vorstellen können.
Aber der Weg gehört zum Alltag.
Morgens.
Zwischendurch.
Und abends noch einmal.
Nachsehen.
Kontrollieren.
Dabeibleiben.
So funktioniert das hier.
Heute mussten wir besonders aufmerksam sein, weil eines der Schafe krank war.
Der Bauer hatte den Tierarzt bereits gerufen, aber trotzdem gehst du rüber.
Man verlässt sich nicht nur auf Anrufe.
Im Stall gibt es keine Dramatik.
Keine großen Szenen.
Du erkennst es an Kleinigkeiten:
am Stand,
am Blick,
an einer Müdigkeit, die nicht normal ist.
Heute war es dann ruhig.
Das Schaf stand.
Atmete normal.
Und irgendwann, fast unauffällig, mischte es sich wieder unter die anderen.
Damit war klar:
Es ist wieder in Ordnung.
Danach sind wir zurückgegangen.
Nicht immer kommen die Katzen mit.
Sie müssen nicht.
Sie entscheiden selbst.
Heute wollten sie.
Adi neben mir – schwer wie immer.
Nicht schnell, aber entschlossen.
Minna ein Stück weiter hinten.
Aufmerksam.
Wachsam.
Sie geht nur mit, wenn sie das Gefühl hat, dass es Sinn macht.
Das ist auch so ein Unterschied zwischen Vorstellung und Realität:
Hier läuft niemand ständig mit.
Aber wenn sie mitkommen, dann weil sie wollen.
Das ist mein Alltag hier.
Ja, ich sitze viel am Rechner.
Ich schreibe.
Ich arbeite.
Ich denke nach.
Aber dazwischen gibt es diese Wege.
Stall.
Kontrolle.
Verantwortung.
Nicht, weil ich mir das ausgesucht habe –
sondern weil es hier dazugehört.
Mittags gibt es dann Pause.
Manchmal ein richtig gutes Essen.
Es gibt hier im Dorf eine kleine Einkaufsmöglichkeit.
Mehr brauche ich nicht.
Und dann sind da natürlich die Katzen.
Adi vor allem ist mäkelig.
Sehr mäkelig.
Er weiß genau, wie es früher war.
Wie zu Hause.
Wie verwöhnt.
Minna ist genügsamer, aber auch sie weiß, was ihr zusteht –
zumindest aus ihrer Sicht.
Täglich Kaviar?
Natürlich nicht.
Das hier ist kein Salon.
Das ist Exil.
Mit Alltag.
Mit Verantwortung.
Und mit zwei Katzen, die sehr genau wissen, wann man sie verwöhnt –
und wann nicht.
Zu diesem Beitrag gibt es ein ergänzendes Videostatement, das die beschriebenen Stallgänge und Abläufe dokumentarisch einordnet.
Fortsetzung folgt.
Zum Post mit der Umfrage:
Katzenalbum – Navigation
➡️ Teil 1: Kaviar-Kontrolle am Morgen
➡️ Teil 2: 21 Uhr, Eierlikör pur
➡️ Teil 3: 4:30 Uhr, Wildfutter & Mäuse sind unter Niveau 😼🖤
➡️ Teil 4: Und draußen -15 Grad
➡️ Teil 5: Die Weber – Das Leichentuch der BRD
➡️ Teil 6: Fast halb 10. Vorlesen im Exil.
➡️ Teil 7: Sonntagnachmittagskino mit Marlas Army
➡️ Teil 8: Minus sieben – Ofenzeit & Katzenaufsicht
➡️ Teil 9: Ich dachte um den Gefrierpunkt
➡️ Teil 10: Die Umfrage, Chemnitz oder Katzen?
➡️ Alle Katzenbilder & Geschichten
➡️ Teil 12: folgt
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