Dieses Videostatement ergänzt den Textbeitrag „Katzenalbum #04 – Gleich 21 Uhr. Draußen -15 Grad.“ und dokumentiert einen Moment des bewussten Rückzugs am Ende des Tages. Im Mittelpunkt steht keine Handlung im klassischen Sinn, sondern eine Situation, in der äußere Bedingungen und innere Wahrnehmung zusammenfallen.
Der Zeitpunkt ist klar definiert: kurz vor 21 Uhr. Der Tag gilt formal als abgeschlossen, dennoch ist geistige Ruhe noch nicht vollständig eingetreten. Das Videostatement beschreibt diesen Zustand sachlich und ohne Zuspitzung. Der Laptop ist noch geöffnet, nicht aus Dringlichkeit, sondern aus Gewohnheit. Er steht sinnbildlich für Aufgaben, die theoretisch weitergeführt werden könnten, praktisch jedoch zurückgestellt werden.
Die Außentemperatur bildet den Rahmen dieser Entscheidung. Minusgrade verändern die Gewichtung von Prioritäten. Wärme wird nicht als Komfort betrachtet, sondern als notwendige Voraussetzung, um den Zustand aufrechtzuerhalten. Das Video ordnet diese Wahrnehmung nüchtern ein und verzichtet auf dramatische Bilder. Kälte ist gegeben, darauf wird reagiert.
Die Katzen sind Teil dieses Raumes und dieses Zeitpunkts. Ihre Positionen und Verhaltensweisen werden beobachtend beschrieben. Nähe, Abstand und Präsenz folgen einem eigenen Rhythmus, der sich nicht an menschlichen Zeitangaben orientiert, sondern an Zuständen. Das Videostatement vermeidet Deutung und hält sich an das Sichtbare: Liegen, Wachen, Abwarten.
Der Raum selbst ist reduziert. Kein Außenweg, keine zusätzlichen Aufgaben, keine Unterbrechungen. Diese Reduktion ist kein Zufall, sondern Ergebnis bewusster Begrenzung. Das Video zeigt, dass Rückzug nicht Passivität bedeutet, sondern eine aktive Entscheidung, bestimmte Dinge nicht weiter zu verfolgen.
Inhaltlich ordnet das Videostatement diesen Moment als Teil eines wiederkehrenden Musters ein. Abende dieser Art sind keine Ausnahme, sondern notwendige Übergänge. Sie markieren nicht das Ende von Verantwortung, sondern deren temporäre Unterbrechung. Wärme, Ruhe und Stillstand erfüllen hier eine funktionale Rolle.
Abschließend hält das Video fest, dass Widerstand nicht immer in Handlung oder Bewegung liegt. Manchmal besteht er darin, einen Zustand zu sichern. Das Videostatement versteht sich als dokumentierende Ergänzung zum Text und zeigt einen Abend, an dem Verbleiben wichtiger ist als Weitergehen.
Zum vollständigen Textbeitrag: Katzenalbum #04 – Gleich 21 Uhr. Draußen -15 Grad.
