Der Rücktritt des ADAC-Verkehrspräsidenten ist kein Verwaltungsakt.
Er ist ein politisches Signal.
Denn selten war so deutlich zu sehen, was passiert, wenn eine Führungsebene den Kontakt zu ihrer eigenen Basis verliert – und diese Basis das nicht länger hinnimmt.
Ein ergänzendes Videostatement ordnet den Rücktritt des ADAC-Verkehrspräsidenten und die Reaktionen der Mitgliedschaft gesondert ein.
Der Auslöser: Ein Satz zu viel
Ausgerechnet der Verkehrspräsident des ADAC erklärte öffentlich, die CO₂-Bepreisung auf Kraftstoffe sei ein „richtiges Instrument“.
Ein Satz, der für viele Mitglieder wie ein Schlag ins Gesicht wirkte.
Nicht, weil Autofahrer grundsätzlich gegen Umweltpolitik wären.
Sondern weil sie von ihrem Club erwarten, dass er ihre Interessen vertritt – und nicht ihre Mehrbelastung rechtfertigt.
Für Pendler.
Für Familien.
Für Menschen ohne echte Alternative zum Auto.
Der eigentliche Skandal: Entfremdung
Der Kern des Problems war nicht das Interview.
Der Kern war das Gefühl dahinter.
Das Gefühl, dass der ADAC begonnen hat, über seine Mitglieder zu sprechen – statt für sie.
Ein Automobilclub, der steigende Spritpreise politisch einordnet, statt sie kritisch zu hinterfragen, verlässt seinen Auftrag.
Und genau das haben viele Mitglieder erkannt.
Die Antwort der Basis
Die Reaktion kam nicht laut, nicht hysterisch, nicht in Form eines medialen Shitstorms.
Sie kam leise – aber wirksam.
Zehntausende traten aus.
Einfach so.
Ohne Petition.
Ohne Hashtag.
Das ist die ehrlichste Form des Protests, die es gibt.
Der Rücktritt
Nach massivem Vertrauensverlust zog der Verkehrspräsident schließlich die Konsequenz und trat zurück.
Kommissarisch übernimmt nun Karsten Schulze.
Der Rücktritt war unausweichlich.
Nicht aus Rachsucht.
Nicht aus Häme.
Sondern, weil ein Verein mit über 20 Millionen Mitgliedern nur funktioniert, wenn seine Führung weiß, wessen Interessen sie vertritt.
Warum dieser Fall größer ist als der ADAC
Dieser Vorgang betrifft nicht nur einen Automobilclub.
Er ist ein Lehrstück für:
- Verbände
- Kammern
- Gewerkschaften
- Organisationen aller Art
Wer glaubt, Mitglieder seien eine passive Masse, die alles hinnimmt, irrt.
Menschen merken, wenn sie instrumentalisiert werden.
Und sie ziehen Konsequenzen, wenn ihre Stimme ignoriert wird.
Was jetzt zählt
Der ADAC steht an einem Wendepunkt.
Entweder:
- Rückbesinnung auf bezahlbare Mobilität
- Klare Interessenvertretung
- Nähe zur Basis
Oder:
- Weitere Politisierung
- Weitere Entfremdung
- Weitere Austritte
Die Mitglieder werden sehr genau hinschauen.
Fazit
Der Rücktritt zeigt:
Protest wirkt – wenn er konsequent ist.
Und er erinnert daran, dass Macht in Organisationen nicht von oben kommt,
sondern von denen, die sie tragen.
👉 Wenn du willst, dass solche Vorgänge nicht untergehen: teilen.
👉 Wenn du klare Kante statt Funktionärssprache willst: folgen.
👉 marlas.army bleibt dran.
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