Während hierzulande noch über Windräder gestritten wird, baut man in den USA an der nächsten Machtbasis der Welt:
Rechenleistung.
Und Meta meint es ernst.
Sehr ernst.
Hyperion: Das Monster in Louisiana
Der Konzern hinter Facebook, Instagram und WhatsApp hat in Richland Parish, Louisiana, bereits ein gigantisches KI-Rechenzentrum namens Hyperion im Bau.
Investitionsvolumen:
10 Milliarden Dollar.
Geplante Fläche:
Über 4 Millionen Quadratfuß.
Grundstück:
2.250 Acres – fast dreimal so groß wie der Central Park in New York.
Doch das war offenbar nur Phase 1.
Wie Fortune berichtet, hat Meta still und leise weitere 1.400 Acres Land dazugekauft – fast doppelt so groß wie der Central Park.
Damit wächst das Gesamtareal auf eine Dimension, die selbst internationale Flughäfen übertrifft.
Und das ist kein Zufall.
Phase 2: Der eigentliche Plan?
Offiziell äußert sich Meta nicht zu zusätzlichen Ausbauphasen.
Inoffiziell sprechen mehrere mit dem Projekt verbundene Quellen davon, dass genau dieser Landkauf den Weg für eine massive zweite Ausbaustufe ebnet.
Vor Ort sind bereits:
- Schweres Gerät
- Versorgungsmarkierungen
- Baucontainer
- Genehmigungsschilder
Alles deutet auf Vorbereitung hin.
Meta baut nicht einfach ein Rechenzentrum.
Meta baut eine Infrastruktur-Machtzentrale.
Der wahre Wettlauf: KI-Infrastruktur
Was hier passiert, ist Teil eines viel größeren Trends.
Die sogenannten „Hyperscaler“ – also Tech-Giganten wie Meta – sichern sich in rasantem Tempo:
- Land
- Energie
- Finanzierung
- politische Unterstützung
Der KI-Boom ist kein Software-Boom.
Er ist ein Infrastruktur-Boom.
Wer die Rechenleistung kontrolliert, kontrolliert die Zukunft von:
- Militärtechnologie
- Automatisierung
- Medizin
- Finanzsystemen
- Informationsflüssen
50 Milliarden Dollar?
Bereits 2025 sprach Donald Trump bei einer Kabinettssitzung davon, dass Meta langfristig sogar 50 Milliarden Dollar in dieses Projekt investieren wolle.
Er hielt eine Grafik hoch, die das Rechenzentrum über Manhattan gelegt zeigte.
„Was ist das für eine Anlage?“, fragte er.
Die Antwort ist klar:
Eine strategische KI-Fabrik.
Energiehunger: Gigawatt statt Kilowatt
Um den Strombedarf zu decken, plant der Energieversorger Entergy den Bau von drei neuen Gaskraftwerken – Kostenpunkt: 3 Milliarden Dollar.
Denn KI-Modelle auf dem Weg zur „Superintelligenz“ benötigen enorme Rechenleistung.
Meta-Chef Mark Zuckerberg spricht offen davon, in diesem Jahrzehnt „Zehner-Gigawatt“ an Infrastruktur aufzubauen – später sogar Hunderte Gigawatt.
Zum Vergleich:
Ein einziges Gigawatt kann Hunderttausende Haushalte versorgen.
Hier geht es nicht um Serverräume.
Hier geht es um industrielle Energiekomplexe.
500 Jobs – oder geopolitische Verschiebung?
Meta verspricht:
- 3.700–5.000 Bauarbeitsplätze
- 500 dauerhafte Jobs
Für eine wirtschaftlich schwache Region ist das relevant.
Aber die eigentliche Bedeutung liegt woanders.
Diese Anlagen entscheiden darüber, wer im globalen KI-Wettlauf führt.
Und dieser Wettlauf ist längst geopolitisch.
China baut.
Die USA bauen.
Big Tech baut.
Europa diskutiert.
Meta Compute: Die nächste Stufe
Mit „Meta Compute“ hat Zuckerberg eine neue Top-Initiative gestartet.
Ziel:
Massive Rechenzentren als strategischer Wettbewerbsvorteil.
Sein Satz ist bemerkenswert:
„Wie wir diese Infrastruktur entwickeln, finanzieren und betreiben, wird zu einem strategischen Vorteil.“
Das ist kein Startup-Ton.
Das ist Industriepolitik.
Was bedeutet das für Europa?
Während Deutschland Kraftwerke abschaltet und über Energiepreise klagt, entstehen in den USA KI-Kraftwerke im Gigawatt-Maßstab.
Die Frage ist nicht, ob Meta zu groß baut.
Die Frage ist:
Wer baut bei uns?
Wer denkt in 20-Jahres-Zyklen?
Wer sichert sich Energie, Fläche und Kapital für die digitale Zukunft?
Fazit: Das neue Wettrüsten ist elektrisch
Hyperion ist kein normales Rechenzentrum.
Es ist Teil eines globalen Infrastruktur-Wettrennens.
KI wird nicht nur in Algorithmen entschieden.
Sondern in Beton.
In Stahl.
In Gigawatt.
Und während manche noch über Symbolpolitik streiten, investieren andere zweistellige Milliardenbeträge in die Rechenleistung von morgen.
Die Zukunft gehört nicht nur den klügsten Köpfen.
Sondern denen, die die Maschinen betreiben, auf denen diese Köpfe laufen.
Teile diesen Artikel, wenn Europa endlich begreifen muss, dass der KI-Wettlauf kein Softwareprojekt ist – sondern eine Frage strategischer Macht.
In Marla We Trust.

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