Ibbenbüren gesprengt: 840 Megawatt weg – und Deutschland klatscht Beifall

Gesprengtes Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren mit Rauchwolke und der Schlagzeile „Energiepolitische Geisterfahrt“ im Vordergrund


Am 22. Februar 2026 krachte es im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren.
600 Kilogramm Sprengstoff.
Ein 275 Meter hoher Schornstein.
Und mit ihm: 840 Megawatt gesicherte Leistung.

Das ehemalige Steinkohlekraftwerk ist Geschichte.

Was jahrzehntelang zuverlässig Strom geliefert hat – abrufbar, planbar, stabil – wurde als „Meilenstein der Energiewende“ gefeiert.

Ein Meilenstein.

In Richtung Abgrund.


840 Megawatt – einfach ausgelöscht

Das Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren war kein Symbol.
Es war Infrastruktur.

Gesicherte Leistung bedeutet:
Strom ist da, wenn er gebraucht wird.

Bei Flaute.
Bei Dunkelheit.
Bei Kälte.
Bei hoher Netzlast.

840 Megawatt sind keine Theorie.
Das ist Energie für Hunderttausende Haushalte – stabil, regelbar, sofort verfügbar.

Und genau diese Qualität verschwindet gerade systematisch aus Deutschland.


Politische Verantwortung: Schwarz-Grün in NRW

Regiert wird Nordrhein-Westfalen von Hendrik Wüst.

CDU.

In Koalition mit den Grünen.

Seit 2022 wird in Düsseldorf nicht gebremst – sondern beschleunigt.
Der Kohleausstieg wird nicht verwaltet, er wird forciert.

Auch wenn keine gesicherte Ersatzkapazität bereitsteht.

Auch wenn das Netz bereits heute an der Belastungsgrenze operiert.

Auch wenn Industrieunternehmen längst Alarm schlagen.

Die politische Linie ist klar:
Ideologie vor Versorgungssicherheit.


Wer profitiert vom Abriss?

Die Sprengung übernahm die Unternehmensgruppe Hagedorn, seit 2023 Eigentümerin des Geländes.

Das Areal wird nun für Amprion vorbereitet.
Dort soll bis 2031 eine Konverterstation entstehen, um Offshore-Windstrom einzuspeisen.

Fünf Jahre ohne das Kraftwerk.
Und selbst dann: keine gesicherte Leistung, sondern wetterabhängige Einspeisung.

Wind ersetzt kein Grundlastkraftwerk.

Wind ersetzt nur Wind.


Der globale Irrsinn

Während Deutschland seine Kraftwerke sprengt, passiert anderswo das Gegenteil.

China baut Kohle in Rekordtempo aus.
2025 allein rund 85 Gigawatt neu.

India erweitert seine thermische Kapazität weiter.

In den United States werden geplante Stilllegungen gestoppt.

Und Deutschland?

Feiert Sprengungen.

Der globale CO₂-Effekt unseres Sonderwegs liegt im Promillebereich.
Selbst optimistische Schätzungen sprechen von unter einem halben Prozent der weltweiten Emissionen.

Dafür ruinieren wir:

– Versorgungssicherheit
– Industriestandort
– Preisstabilität
– Arbeitsplätze


Die Wahrheit über „Ersatz“

840 Megawatt Kohle ersetzen?

Rechnerisch bräuchte man rund 400 Windräder der 6-MW-Klasse – bei durchschnittlich etwa 18 % Verfügbarkeit.

Und selbst dann:

Kein Wind = kein Strom.
Kein Backup = Blackout-Risiko.

Investitionsvolumen: mehrere Milliarden Euro.
Dazu Netzausbau.
Redispatch.
Reservekraftwerke.
Subventionen.

Die Kosten tragen:

Mittelstand.
Handwerk.
Familien.

Strompreise in Deutschland bleiben hoch – während internationale Wettbewerber günstiger produzieren.

Das Ergebnis?

Abwanderung.
Deindustrialisierung.
Wertschöpfungsverlust.


Symbolpolitik mit Ansage

Ibbenbüren ist kein Einzelfall.

Ende 2025 wurde in Bayern unter Ministerpräsident Markus Söder das Kernkraftwerk Kernkraftwerk Gundremmingen endgültig rückgebaut.

Auch dort: funktionierende Infrastruktur zerstört.

Deutschland demontiert sich energetisch selbst – und nennt es Fortschritt.


Strom nur noch, wenn das Wetter mitspielt?

Die Realität wird sich nicht wegmoralisieren lassen.

Ein Industrieland braucht:

– planbare Leistung
– stabile Netze
– kalkulierbare Preise
– strategische Souveränität

Wer das ignoriert, riskiert mehr als nur wirtschaftliche Dellen.

Er riskiert strukturellen Niedergang.

Ibbenbüren war ein Kraftwerk.
Heute ist es ein Symbol.

Nicht für Fortschritt.

Sondern für politische Selbstzerstörung.


Fazit: Ideologie ersetzt keine Physik

Energiepolitik ist keine Gesinnungsfrage.

Sie ist Physik.
Netztechnik.
Industrieökonomie.

840 Megawatt gesicherte Leistung sind nicht „rückwärtsgewandt“.
Sie sind Fundament.

Wer Fundament sprengt, darf sich über Risse im Gebäude nicht wundern.

Deutschland braucht eine ehrliche Debatte über:

– Grundlast
– Kernenergie
– Versorgungssicherheit
– internationale Wettbewerbsfähigkeit

Nicht noch mehr symbolische Sprengungen.


Jetzt ist Klartext gefragt

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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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