Der Tag war lang.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Einfach lang.
Wir waren wieder viel unterwegs.
Stable.
Zurück.
Telefonate.
Nochmal raus.
Nochmal gucken.
Die Katzen waren heute auch wieder dabei.
Nicht die ganze Zeit.
Nur dann, wenn sie wollten.
Hier muss niemand mit.
Aber wenn sie mitgehen, dann bewusst.
Im Stall war alles ruhig.
Das Schaf, um das wir uns Sorgen gemacht hatten, hat sich wieder unter die anderen gemischt.
So ein Moment, wo man kurz stehen bleibt und denkt:
Gut.
Weiter.
Das ist Alltag.
Mehrmals am Tag rüber.
Nicht aus Nervosität.
Aus Verantwortung.
Mittags gibt es dann Pause.
Manchmal ein warmes Essen.
Und wenn etwas fehlt, gehe ich in den Konsum.
So nenne ich ihn.
Wie früher.
Die dörfliche Kaufhalle.
Ein kleiner Laden, eher Tante-Emma als Supermarkt.
Da bekommst du das Nötige.
Brot.
Milch.
Grundsätzliches.
Aber manche Dinge gibt es dort einfach nicht.
Gefriergetrocknete Hühnermägen zum Beispiel.
Ich habe sogar den Bauern gefragt.
Aber der weiß es auch nicht.
Der kümmert sich nicht um sowas.
Das Futter für die Tiere kommt über den Großhandel oder über befreundete Landwirte.
Pragmatisch.
Zweckmäßig.
Gefriergetrocknete Mägen gehören da nicht dazu.
Und genau deshalb war dieses Paket heute etwas Besonderes.
Ein Westpaket.
Zweieinhalb Wochen unterwegs.
Man vergisst fast, dass es kommt –
und dann steht es plötzlich da.
Die Katzen haben es natürlich nicht vergessen.
Noch bevor ich richtig geöffnet hatte, waren sie da.
Nase hoch.
Augen wach.
Drin: gefriergetrocknete Mägen.
Für Menschen eher egal.
Für Katzen ein Ereignis.
Minna macht daraus ein Spiel.
Man wirft einen durchs Zimmer –
und sie rennt hinterher.
Hin.
Zurück.
Nochmal.
Adi dagegen bleibt sitzen.
Er ist nicht mehr für Bewegung zuständig.
Er ist für Würde zuständig.
Er wartet.
Und erwartet, dass man ihm das Ding direkt in den Mund steckt.
Beide fressen es.
Beide lieben es.
Auf völlig unterschiedliche Weise.
Und dann kommt dieser absurde Gedanke:
Wenn ich jetzt schreibe, dass das Paket mit DHL kam,
stehen da morgen hundert Polizisten,
stürmen irgendein Verteilzentrum
und beschlagnahmen Paketscheine von vor zwei, drei Wochen.
Natürlich Unsinn.
Aber diese Art von Unsinn, die einem durch den Kopf geht,
wenn selbst normale Dinge plötzlich mit Bedeutung aufgeladen werden.
Keine Sorge.
Wir sind nicht blöd.
Anonyme Namen auf beiden Seiten.
Kein Familienname.
No drama.
Am Ende ist es sowieso egal.
Für die Katzen zählt nur eines:
Es ist da.
Und es riecht gut.
Vielleicht ist das der ehrlichste Blick auf Versorgung überhaupt:
Nicht, woher etwas kommt.
Nicht, wie es heißt.
Sondern ob es den Alltag ein kleines Stück besser macht.
Ich habe ihnen erst ein paar gegeben.
Ich musste noch an den Rechner.
Selbstständig essen können sie ja auch.
Später, im Bett, gibt es noch ein paar extra.
Dann wird wieder serviert.
So ist das Ritual.
Jetzt ist es spät.
Sehr spät.
Die Katzen kratzen noch ihr Futter zusammen.
Dann ist Feierabend.
Morgen stehen wir wieder früh auf.
Wie fast jeden Tag.
Five o’clock.
Wenn es hier fünf ist,
könnt ihr oft noch schlafen.
Zwei Stunden länger.
Wir legen uns jetzt hin.
Ohne große Worte.
Minna – die Dünne.
Adi – der Dicke.
Und irgendwo dazwischen:
ein ziemlich normales Leben.
Fortsetzung folgt. 🐾
Zu diesem Beitrag a separate video statement was published, das den beschriebenen Alltag dokumentarisch ergänzt.
To the post with the poll:
Cat Album – Navigation
➡️ Part 1: Caviar Check in the Morning
➡️ Part 2: 9:00 PM, Pure Egg Liqueur
➡️ Part 3: 4:30 AM, Wild Food & Mice Are Subpar 😼🖤
➡️ Part 4: Outside – 15 Degrees
➡️ Part 5: The Web – Germany’s Shroud
➡️ Part 6: Almost Half Past Nine. Reading Aloud in Exile.
➡️ Part 7: Sunday Afternoon Cinema with Marla’s Army
➡️ Part 8: Minus Seven – Oven Time & Cat Supervision
➡️ Part 9: I Thought Around the Freezing Point
➡️ Part 10: The Poll: Chemnitz or Cats?
➡️ Part 11: Stable Rounds, Responsibility, and Caviar
➡️ Part 12: Midnight. A Long Day
➡️ All Cat Photos & Stories
➡️ Part 14: coming soon
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