Gas bald alle – Wie die Politik unsere Heizungen zur Waffe gemacht hat

Deutschland steht vor einem Winter, der mehr ist als nur kalt.
Er ist politisch gefährlich.

Denn während draußen die Temperaturen sinken, schrumpfen im Hintergrund die Gasreserven – und mit ihnen das Sicherheitsgefühl von Millionen Haushalten. Die offiziellen Stellen sprechen beschwichtigend von „ausreichender Versorgung“. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Sicherheit ist fragil.

Gas ist keine abstrakte Ware.
Gas bedeutet Wärme in der Wohnung.
Gas bedeutet heißes Wasser.
Gas bedeutet, dass Kinder nachts nicht frieren müssen.

Und genau deshalb ist das, was hier passiert, so brisant.


Ein System, das früher stabil war – und heute nicht mehr

Über Jahrzehnte hatte Deutschland eine der sichersten Energieversorgungen Europas.
Russisches Gas kam zuverlässig, günstig und langfristig abgesichert ins Land. Industrie, Kommunen und Haushalte konnten planen. Die Speicher wurden gefüllt, die Preise blieben stabil.

Dieses System wurde politisch zerstört.

Nicht durch Naturkatastrophen.
Nicht durch technische Probleme.
Sondern durch Entscheidungen in Berlin und Brüssel.

Man kappte die Verbindung zu den größten Lieferquellen, bevor tragfähige Alternativen bereitstanden. Man ersetzte Sicherheit durch Hoffnung. Pipelinegas durch Tanker. Stabilität durch Weltmarktchaos.

Heute hängt Deutschlands Wärmeversorgung von LNG-Schiffen, Spotmärkten und globalen Krisen ab. Das ist kein Fortschritt. Das ist Verwundbarkeit.


Wenn Speicher leerer sind, wird Macht neu verteilt

Je leerer die Gasspeicher werden, desto politischer wird die Energiefrage.

Denn wenn Gas knapp wird, entscheidet nicht der Markt.
Dann entscheidet der Staat.

Wer bekommt noch volle Heizungen?
Wer wird zuerst gedrosselt?
Wer soll verzichten?

Das sind keine theoretischen Fragen. In Engpass-Szenarien werden zuerst Industrie und Großverbraucher abgeschaltet – doch wenn die Lage eskaliert, geraten auch Haushalte in den Fokus. Genau dafür existieren Notfallpläne.

Die meisten Bürger wissen davon nichts.
Aber genau diese Pläne zeigen, wie dünn die Sicherheitsdecke inzwischen geworden ist.


Das eigentliche Drama: Niemand soll es merken

Das größte Problem ist nicht nur die Knappheit.
Es ist das Verschweigen.

Statt ehrlich zu sagen: „Ja, wir haben unsere Energieversorgung riskanter gemacht“, bekommt die Bevölkerung Durchhalteparolen. Man redet von „Diversifizierung“, von „neuen Lieferwegen“ und „Resilienz“.

Doch die Realität ist:
Wir haben eine funktionierende, sichere Versorgung gegen ein teureres, instabileres System eingetauscht.

Und jetzt sollen die Bürger das Risiko tragen.


Heizen ist Freiheit

Ein Staat, der über Energie verfügt, verfügt über alles.
Über Industrie.
Über Wirtschaft.
Über Wohlstand.
Und am Ende über die Menschen.

Wer bestimmt, ob du es warm hast, bestimmt über dein Leben.

Deshalb geht es hier nicht nur um Gas.
Es geht um Macht.
Es geht um Abhängigkeit.
Es geht darum, wer in diesem Land die Rechnung für politische Experimente zahlt.

Und diese Rechnung landet gerade bei den Bürgern.


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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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