Ich war Merkels Helferin

Merkel-Jugend in Halle (2017) – meine Videodokumentation

Es gibt Momente, die versteht man erst Jahre später.

2016 war so ein Jahr, in dem Politik nicht nur beschlossen, sondern vor allem inszeniert wurde.
Viele erinnern sich an Angela Merkel, an Phrasen, Bilder, Sätze – und an das Gefühl, dass „die Richtung“ schon feststand, bevor überhaupt noch diskutiert wurde.

Ich erinnere mich an etwas anderes:
An das, was man nicht im Fernsehen sah.
An die Kulissen, den Aufwand und die Mechanik, wie man Stimmung erzeugt.

Und ich war nicht nur Zuschauerin.
Ich war mittendrin.


Halle (Saale) 2017 – und die Bühne Leopoldina

Angela Merkel war damals in Halle zu Besuch, unter anderem rund um die Leopoldina.

Wer heute den Namen „Leopoldina“ hört, denkt oft an ihre Rolle in späteren politischen Jahren.
Für mich war sie 2016 vor allem ein Ort, der sich wie eine Bühne anfühlte:
ein Ort, an dem symbolisch sichtbar wurde, wie Macht auftritt, wie sie sich zeigt – und wie sie sich absichert.

Und genau gegenüber dieser Bühne stand ich.

Mit einem Projekt, das viele heute für Satire halten würden – und das doch in seiner Wirkung weit darüber hinaus ging.


Warum ich „als Mann“ auftreten musste

Ich sage es offen und ohne Umschweife:

Ich trat damals in einer Künstlerrolle als Mann auf.

Nicht, weil ich jemand anderes sein wollte.
Nicht, weil es „Show“ sein sollte.

Sondern weil ich verstanden habe, wie öffentliche Autorität funktioniert.
Man bekommt sie nicht, wenn man nett fragt.
Man bekommt sie nur, wenn das Umfeld sie einem zutraut – und das passiert in der Praxis leider oft viel schneller, wenn man als Mann wahrgenommen wird.

Das ist unangenehm.
Aber es ist Wahrheit.


Ehrenamtlich organisiert – Requisiten, Vorbereitung, Energie

Das, was man im Video sieht, war nicht „mal eben rausgehen“.

Es war Arbeit:

  • Vorbereitung
  • Requisiten
  • Abstimmung
  • Aufbau
  • Disziplin
  • Durchziehen, obwohl es unbequem ist

Und ja: Das war alles ehrenamtlich organisiert.
Ohne Partei-Apparat.
Ohne PR-Maschine.
Ohne Budget.

Nur mit dem Willen, etwas Sichtbares zu schaffen.


Merkel winkte – und ich wusste: Das hier ist echt

Es gibt einen Moment, den ich nie vergessen werde.

Wir standen gegenüber.
Merkel sah uns.
Und sie winkte.

Wer das nicht erlebt hat, versteht vielleicht nicht, warum das so viel bedeutet.
Aber für mich war das wie ein Stempel auf dem Ganzen:

Das war nicht „Random“.
Das war nicht „Zufall“.
Das war ein Teil der Inszenierung – und wir waren ein Teil davon.


Warum ich dieses Video heute wieder veröffentliche

Weil die Vergangenheit gerade umgeschrieben wird.

Plötzlich waren alle immer schon kritisch.
Plötzlich will niemand mehr „dabei gewesen sein“.
Plötzlich war alles angeblich ganz anders.

Aber Videos lügen nicht.
Zeitdokumente bleiben.

Und manchmal ist genau das die stärkste Form von Wahrheit:
Einfach zeigen, wie es wirklich war.


Videodokumentation: Merkel-Jugend Halle (2016)

Das Video ist die Dokumentation der zweiten Merkel-Jugend-Demo in Halle (2016).
Schaut es euch an – am besten bis zum Ende.

Und dann sagt mir:

Wie wirkt das heute auf euch?
Satire? Kunst? Propaganda? Warnsignal?

Schreibt es in die Kommentare.


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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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