Ja. Ich bin Mitglied der Linkspartei.
Und ich bleibe es auch.
Nicht als Provokation. Nicht als Gag. Nicht als Nebensatz.
Sondern als Fakt.
Denn diese Geschichte ist keine „Anekdote aus alten Zeiten“, sondern ein Beispiel dafür, wie Parteien funktionieren, wenn ein Mensch nicht in ihr gewünschtes Bild passt.
Die vollständige Darstellung inklusive Videostatement habe ich separat veröffentlicht:
👉 Ja, ich bin Linkspartei-Mitglied – Videostatement
Der Aufhänger: 2017, Endgame-Demo – und plötzlich brennt die Leitung
Viele kennen ein Video von mir aus dem Jahr 2017, aufgenommen bei einer Endgame-Demo.
Dort standen Gegendemonstranten – unter anderem Leute von DIE LINKE – gegenüber.
Damals war die Rollenverteilung für viele ganz einfach:
Hier die einen.
Da die anderen.
Und jeder bleibt bitte in der Schublade, die man ihm gegeben hat.
Nur: Das passte bei mir nicht.
Denn was die meisten damals nicht wussten:
Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits seit rund zehn Monaten Mitglied der Linkspartei – und zwar im Kreisverband Nordsachsen.
Und genau so habe ich mich vorgestellt:
Als Parteimitglied.
Nicht als Gegnerin.
Nicht als Feindbild.
Nicht als jemand, der nur aus Vorurteilen irgendwo auftaucht.
Sondern als jemand, der sich politisch organisiert, der sich ein Bild macht – und der auf der Seite der Friedensaktivisten steht.
Und ab diesem Moment passierte etwas, das mich bis heute nicht überrascht, aber immer wieder bestätigt:
Plötzlich glühten die roten Telefone.
Die Panikfrage der Partei: „Wo ist denn die Liebich Mitglied?“
Es ging ab diesem Moment nicht mehr um Inhalte.
Nicht mehr um Argumente.
Nicht mehr um das, was dort eigentlich diskutiert wurde.
Es ging nur noch um eine Sache:
„Wo ist denn die Frau Liebich Mitglied?“
Die Antwort war eindeutig:
📍 In Nordsachsen.
Und genau das war offenbar das Problem.
Denn ab da kam der Druck – nicht aus der Basis, nicht von einfachen Mitgliedern, sondern von oben.
Sinngemäß hieß es:
Das kann nicht sein, dass die Liebich bei uns Mitglied ist.
Wenn Fakten nicht passen, wird nicht diskutiert – dann wird „gelöst“
Man hätte mich kritisieren können.
Man hätte ein Verfahren einleiten können.
Man hätte den rechtlichen Weg gehen können.
Hat man aber nicht.
Stattdessen wurde es „anders“ gelöst.
Und der Trick war so simpel wie dreist:
Man behauptete einfach, ich sei kein Mitglied.
Oder man sagte, ich hätte „irgendwann“ meinen Austritt erklärt.
Und das ist der Punkt, an dem aus Politik eine reine Machttechnik wird.
Denn:
So funktioniert Mitgliedschaft nicht.
Ich habe für zwei Jahre im Voraus bezahlt – per Bareinzahlung
Was viele nicht wissen – und was die ganze Geschichte so eindeutig macht:
Ich habe meinen Mitgliedsbeitrag für zwei Jahre im Voraus bezahlt.
Und zwar per Bareinzahlung.
Dieser Beitrag wurde später von der Partei an mich zurücküberwiesen.
Und erst danach wurde erzählt, ich sei „kein Mitglied mehr“.
Und als die Presse nachfragte, hat man die nächste Legende nachgeschoben:
Man habe angeblich festgestellt, ich sei kein Mitglied, weil ich keinen Beitrag gezahlt hätte.
Das ist nicht nur falsch.
Das ist eine nachträgliche Konstruktion.
Denn die Realität ist:
Ich habe gezahlt.
Ich habe sogar im Voraus gezahlt.
Und die Partei hat das Geld aktiv zurücküberwiesen – und danach so getan, als wäre damit alles erledigt.
Aber so geht das nicht.
Mitgliedschaft endet nicht durch Rücküberweisung oder „nachträgliche Feststellung“
Dann kam die nächste Behauptung:
Man habe im Nachhinein meinen Austritt „festgestellt“.
Auch das ist Unsinn.
In einer Partei gibt es nur wenige klare Wege, wie eine Mitgliedschaft endet:
✅ Austritt
⚰️ Tod
🚫 Parteiausschlussverfahren
Alles andere ist Gerede.
Eine Mitgliedschaft endet nicht dadurch, dass sich jemand intern etwas wünscht.
Oder weil jemand „oben“ Druck macht.
Oder weil es im Medienbild besser passt, wenn man behaupten kann: „Die gehört da nicht rein.“
Und selbst wenn Beiträge säumig wären: Dann müsste die Partei mahnen
Selbst wenn man so tun würde, als wären Beiträge ausgeblieben – was sie nicht sind – gilt trotzdem ein Grundsatz:
Wenn Mitgliedsbeiträge säumig sind, ist die Partei verpflichtet, diese Beiträge anzumahnen.
Das ist nicht passiert.
Keine Mahnung.
Keine Frist.
Kein ordentliches Verfahren.
Keine Klärung.
Stattdessen gab es eine Rücküberweisung – und danach die Behauptung, ich wäre „kein Mitglied mehr“, weil angeblich kein Beitrag gezahlt worden wäre.
Das ist nicht nur politisch schäbig, das ist organisatorisch schlicht unseriös.
Warum es bis heute kein Ausschlussverfahren gibt
Ein Parteiausschlussverfahren wäre der saubere Weg.
Aber genau diesen Weg gehen sie nicht.
Und der Grund ist offensichtlich:
Wenn sie ein Ausschlussverfahren einleiten würden, müssten sie zugeben, dass ich Mitglied bin.
Dann müssten sie erklären, warum sie jahrelang etwas anderes behauptet haben.
Dann müssten sie ihre eigene Geschichte korrigieren – gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber Funktionären, gegenüber Mandatsträgern.
Und genau das wollen sie nicht.
Denn dann müsste man eingestehen:
Man hat nicht nur gegen mich gearbeitet.
Man hat auch die eigene Partei belogen.
Und zwar nicht mal aus einem politischen Streit heraus, sondern weil man jemanden „loswerden“ wollte, der nicht ins gewünschte Narrativ passt.
Der Punkt ist: Ich bin aufgenommen worden – und was einmal gilt, das gilt
Und deshalb ist die Wahrheit so einfach wie unbequem:
Ich bin aufgenommen worden.
Und was einmal gilt, das gilt.
Man kann eine Mitgliedschaft nicht wegtelefonieren.
Nicht weg behaupten.
Nicht rückwirkend ausradieren, nur weil sie einem peinlich ist.
Wenn eine Mitgliedschaft beendet werden soll, dann gelten Regeln.
Und diese Regeln gelten nicht nur, wenn sie gerade praktisch sind.
Ja: Ich bin Linkspartei-Mitglied. Und ich bleibe es – Ehrenmitglied.
Deshalb sage ich es so klar, wie es die Partei selbst nie gesagt hat:
Ich bin Linkspartei-Mitglied.
Und ich bleibe es.
Sozusagen: Ehrenmitglied.
Ob es ihnen passt oder nicht.
Denn wenn eine Partei versucht, Realität durch Behauptung zu ersetzen, dann ist das nicht nur ein persönliches Problem.
Dann zeigt es, wie Politik in Deutschland oft funktioniert:
Nicht über Wahrheit.
Sondern über Kontrolle.
Nicht über Verfahren.
Sondern über Druck.
Nicht über Regeln.
Sondern über das, was man „nach außen“ erzählen will.
Und genau deshalb gehört diese Geschichte öffentlich gemacht.
Weil die Wahrheit nicht verschwindet, nur weil sie irgendwem im Apparat unangenehm ist.

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