Es ist jetzt 22 Uhr.
Heute Nacht wird es nicht so brutal wie neulich.
Ich bin hier nur ein paar Kilometer von Moskau – und es sollen „nur“ minus sieben Grad werden.
Nur.
Aber ich will nicht, dass die Katzen wieder frieren.
Ich erinnere mich noch genau an die Nacht, in der das Feuer ausging.
Wie Adi und Minna sich an mich gekuschelt haben, als wäre ich ein Heizkörper.
Nicht aus Drama.
Aus Notwendigkeit.
Also habe ich heute vorgesorgt.
Holz ist reingeholt.
Kohlen auch.
Und ich hab’s so hingelegt, dass ich nachts nicht suchen muss, wenn’s ernst wird.
Und während ich das mache, denke ich:
Ich fühle mich ein bisschen wie Sawsan Chebli – die musste ja auch immer Kohlen schleppen.
Der Ofen ist so ein nostalgisches Ding.
Alt. Schwer.
Kein moderner Schnickschnack.
Aber er macht genau das, was er soll:
Wärme.
Und natürlich bin ich nicht allein bei der Vorbereitung.
Adi sitzt direkt davor.
Der Dicke. Fast zwölf.
Wie ein kleiner Aufseher im Exil.
Er guckt nicht „süß“.
Er guckt so, als müsste er prüfen, ob ich das auch wirklich richtig mache:
ob das Holz liegt,
ob die Glut hält,
ob ich das Feuer nicht wieder ausgehen lasse.
Manchmal wirkt es fast so, als würden die Katzen den Ofen bewachen –
und ich bin nur der Mensch, der nachlegt.
Minna ist auch da.
Minna ist drei.
Und Minna macht noch ein bisschen Sport am Kratzbaum.
So richtig Atemsport:
hoch, runter, drehen, nochmal hoch.
Wie eine kleine Fitness-Queen, die nebenbei ständig kontrolliert, ob es warm genug ist.
Und weil ich weiß, dass sie das liebt, stelle ich noch einen Kratzbaum in die Ecke.
Nicht aus Luxus.
Sondern weil man sich sein Exil schön machen muss,
wenn die Welt draußen kalt ist.
Ich lege Holz nach.
Der Ofen knackt leise.
Adi sitzt davor wie ein Türsteher.
Minna turnt am Kratzbaum, als hätte sie ihren eigenen Trainingsplan.
Und ich merke:
Das hier ist nicht nur Wärme für die Nacht.
Das ist Routine.
Das ist Sicherheit.
Das ist dieses Gefühl, dass man die Dinge noch im Griff hat.
Heute Nacht friert hier niemand.
Ergänzend zu diesem Beitrag wurde ein separates Videostatement veröffentlicht, das die abendlichen Vorbereitungen und den Umgang mit der Kälte dokumentarisch festhält.
Fortsetzung folgt.
Katzenalbum – Navigation
➡️ Teil 1: Kaviar-Kontrolle am Morgen
➡️ Teil 2: 21 Uhr, Eierlikör pur
➡️ Teil 3: 4:30 Uhr, Wildfutter & Mäuse sind unter Niveau 😼🖤
➡️ Teil 4: Und draußen -15 Grad
➡️ Teil 5: Die Weber – Das Leichentuch der BRD
➡️ Teil 6: Fast halb 10. Vorlesen im Exil.
➡️ Teil 7: Sonntagnachmittagskino mit Marlas Army
➡️ Alle Katzenbilder & Geschichten
➡️ Teil 9: folgt
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