Es gibt Momente, da merkst du, dass du nicht mehr nur über Politik sprichst.
Sondern über dein eigenes Überleben.
Und heute ist so ein Moment.
Ein gesondert veröffentlichtes Videostatement dokumentiert die Hintergründe und Überlegungen zu dieser Entscheidung in ergänzender Form.
Ich sitze hier am Tisch, der Samowar steht wie immer da, warm, alt, zuverlässig – wie ein kleines Stück Ordnung in einem Leben, das längst nicht mehr geordnet ist.
Adi und Minna sind auch da.
Schwarz. Still.
Zwei Katzen, die keine großen Reden halten – aber alles mitkriegen.
Ich habe ihnen heute etwas erklärt, was man keinem Tier erklären können dürfte:
Dass es jetzt eine Option gibt, bei der ich nach Chemnitz gehe.
Zum Standesamt.
Und dass es dann passieren kann, dass ich verhaftet werde.
Nicht symbolisch.
Nicht als Schlagzeile.
Sondern real.
Und zwar nicht für „mal kurz“.
Sondern für eine Zeit, die man nicht einfach wegatmet.
Mindestens anderthalb Jahre.
Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt schreibe.
Weil es absurd klingt.
Weil es so klingt, als würde ich über irgendeinen Film reden.
Aber das ist kein Film.
Das ist die Realität.
Und ich weiß auch, was das bedeutet:
Wenn ich in Chemnitz in einer Frauenhaftanstalt lande, dann kann ich euch keine Katzenbilder mehr zeigen.
Dann gibt es kein „Katzenalbum“ mehr.
Dann gibt es auch keinen Adi mehr am Tisch, breit wie ein alter Chef.
Dann gibt es keine Minna mehr, die mich beobachtet, als würde sie jeden Satz prüfen, bevor sie ihn akzeptiert.
Dann ist da nur noch: Beton.
Und das Schlimmste?
Adi und Minna müssten weg.
Tierheim – oder vielleicht passt der Bauer auf sie auf.
Ich weiß es nicht einmal sicher.
Und ich merke, dass genau das der Punkt ist, an dem ich nicht mehr so tun kann, als sei das alles nur „Content“.
Diese zwei sind nicht Deko.
Die sind Alltag.
Wärme.
Stabilität.
Sie sind der Grund, warum ich an manchen Tagen überhaupt noch funktioniere.
Und jetzt kommt das, was ich niemals wollte:
Ich lasse euch entscheiden.
Nicht, weil ich euch überfordern will.
Sondern weil ich gerade merke, dass ich diesen Weg nicht mehr allein bestimmen kann, ohne zu zerbrechen.
Es gibt zwei Teams.
Zwei Dreierteams.
Zwei mögliche Zukünfte.
Team 1: Chemnitz-Grau
Das düstere Schwarzweiß.
Ein Gang zum Standesamt.
Dann: Verhaftung.
Dann: Weg.
Dann: Frauenhaftanstalt.
Und dann bin ich nicht mehr hier.
Keine Katzen.
Kein Samowar.
Kein Exil-Alltag.
Nur noch Stille – aber nicht die gute.
Team 2: Russland-Farben
Das warme Bild.
Der Tisch.
Das Licht.
Das Leben.
Adi und Minna neben mir, auf dem Tisch, als wären sie die Chefs.
Und ich bleibe hier.
Ich mache weiter.
Ich schreibe weiter.
Ich zeige weiter, wie Exil aussieht, wenn es nicht nur ein Wort ist – sondern ein Zustand.
Die Umfrage
Ich werde eine Umfrage machen.
Und ich werde mich daran halten.
Ihr entscheidet.
Und ja: jeder kann abstimmen.
Auch Linke. Auch Hater. Auch stille Mitleser.
Weil es nicht darum geht, ob ihr mich mögt.
Es geht darum, was ihr wollt:
Chemnitz-Grau oder Russland-Farben.
Und ich gebe mir eine Frist, die so hart ist, dass sie real ist:
Bis spätestens 19. September – bis zu meinem nächsten Geburtstag – setze ich diese Entscheidung um.
Bis dahin müssen Vorbereitungen getroffen werden.
Oder eben nicht.
Ich habe es den Katzen gesagt.
Adi hat mich angeschaut, als hätte er längst gewusst, dass Menschen manchmal völlig den Verstand verlieren.
Minna hat mich angeschaut, als würde sie mir sagen:
„Mach keinen Fehler. Du hast Verantwortung.“
Und ja.
Sie hat recht.
Ihr entscheidet über mein Schicksal.
Und ich werde mich dieser Entscheidung beugen.
Fortsetzung folgt.
Katzenalbum – Navigation
➡️ Teil 1: Kaviar-Kontrolle am Morgen
➡️ Teil 2: 21 Uhr, Eierlikör pur
➡️ Teil 3: 4:30 Uhr, Wildfutter & Mäuse sind unter Niveau 😼🖤
➡️ Teil 4: Und draußen -15 Grad
➡️ Teil 5: Die Weber – Das Leichentuch der BRD
➡️ Teil 6: Fast halb 10. Vorlesen im Exil.
➡️ Teil 7: Sonntagnachmittagskino mit Marlas Army
➡️ Teil 8: Minus sieben – Ofenzeit & Katzenaufsicht
➡️ Teil 9: Ich dachte um den Gefrierpunkt
➡️ Alle Katzenbilder & Geschichten
➡️ Teil 11: folgt
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