Sie war erst 18 – und niemand will Verantwortung tragen

Sie stand an einer U-Bahn-Station.
Ein ganz normaler Abend.
Ein ganz normales Leben.

Dann kam ein Mann.
Er packte sie.
Und sagte: „Ich nehm dich mit.“

Sekunden später waren beide tot.

Eine 18-jährige junge Frau ist in Hamburg gestorben,
weil ein fremder Mann beschlossen hat,
dass sein Leben nichts mehr wert ist

und ihres gleich mit.

Zu diesem Thema wurde ein separates Videostatement veröffentlicht, in dem die Frage von Verantwortung, politischem Umgang und öffentlicher Debatte ergänzend eingeordnet wird.

Kein Unfall. Kein Schicksal. Eine Entscheidung.

Das war kein tragischer Zufall.
Das war keine Verkettung unglücklicher Umstände.
Das war eine bewusste Handlung.

Ein Mensch entscheidet:
Ich will nicht mehr leben.
Und ich nehme jemanden mit.

Das Opfer kannte ihn nicht.
Sie hatte nichts getan.
Sie war einfach nur da.

Wenn wir ehrlich sind,
müssen wir eine unbequeme Frage stellen:

Woher kommt ein Weltbild,
in dem das Leben eines völlig Unbeteiligten
so wenig zählt?

Glaube, Bildung und Weltbild sind kein Tabu

Es ist Zeit, Dinge auszusprechen,
die man hierzulande nicht aussprechen soll.

Ja, es hat etwas mit Glauben zu tun.
Ja, es hat etwas mit Bildung zu tun.
Ja, es hat etwas mit Herkunft aus bestimmten Gesellschaften zu tun.

Nicht bei allen.
Aber bei überdurchschnittlich vielen.

Wir holen Menschen aus Regionen dieser Welt,
in denen Gewalt alltäglich ist,
in denen das Individuum wenig zählt,
in denen Frauen kaum Schutz genießen
und in denen religiöse Vorstellungen
nicht hinterfragt, sondern gelebt werden.

Und dann tun wir so,
als würde ein Einreiseformular
all das auslöschen.

Das ist nicht human.
Das ist naiv – und gefährlich.

Bildung ist kein Detail, sondern ein Sicherheitsfaktor

Viele dieser Menschen haben kaum Schulbildung.
Teilweise sind sie Analphabeten.
Teilweise haben sie nie gelernt,
Impulse zu kontrollieren,
Konsequenzen abzuwägen
oder Verantwortung für andere zu übernehmen.

Das ist keine Beleidigung.
Das ist Realität.

Ein Mensch,
der gelernt hat,
dass sein Schicksal von Gott bestimmt ist,
dass der Tod kein Ende ist,
sondern ein Übergang,
hat ein anderes Verhältnis zu Leben und Tod
als jemand,
der in einer aufgeklärten Gesellschaft aufgewachsen ist.

Wer das leugnet,
lügt sich selbst etwas vor.

Die eigentliche Schande beginnt danach

Nach der Tat beginnt das bekannte Ritual.

Politiker mahnen zur Zurückhaltung.
Man dürfe den Fall nicht instrumentalisieren.
Man müsse erst die Motive prüfen.

Nicht ein Wort über Mitschuld.
Nicht ein Wort über Fehlentscheidungen.
Nicht ein Wort darüber,
warum solche Risiken überhaupt importiert werden.

Die größte Sorge ist nicht das tote Mädchen.
Die größte Sorge ist,
dass jemand politisch daraus Kapital schlagen könnte.

Das ist keine Moral.
Das ist Zynismus.

Was ist mit den Eltern?

Stellt euch vor,
das wäre eure Tochter.

18 Jahre alt.
Ein Leben voller Möglichkeiten.
Und plötzlich ist da nur noch Stille.

Und dann hört ihr im Fernsehen,
dass das alles ein Einzelfall war.
Dass niemand etwas hätte wissen können.
Dass man jetzt bloß nicht verallgemeinern dürfe.

Würdet ihr euch ernst genommen fühlen?
Oder würdet ihr merken,
dass euer Leid
nur ein störender Nebeneffekt
im politischen Narrativ ist?

Verantwortung heißt, unbequeme Wahrheiten zu benennen

Es geht nicht um Hass.
Es geht nicht um Pauschalurteile.

Es geht um Verantwortung.

Eine Politik,
die Risiken importiert,
muss auch Verantwortung für die Folgen übernehmen.

Eine Gesellschaft,
die Probleme nicht benennen darf,
kann sie nicht lösen.

Und ein Staat,
der mehr Angst vor Debatten hat
als vor toten Bürgern,
hat seine Prioritäten verloren.

Fazit

Sie war erst 18.
Sie hätte leben sollen.
Und sie ist tot,
weil Verantwortung immer wieder verdrängt wird.

Schweigen schützt niemanden.
Wegsehen rettet kein Leben.

Teile diesen Text.
Sprich darüber.
Und lass dir nicht einreden,
dass Wahrheit unmoralisch sei.

In Marla We Trust.


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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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