Das Welcome Center Schleswig-Holstein ist eine landesgeförderte Einrichtung mit dem Ziel, internationale Fachkräfte bei der beruflichen Integration zu unterstützen und Unternehmen im Land bei der Gewinnung ausländischer Arbeitskräfte zu beraten. Das Projekt wird nach Angaben des zuständigen Ministeriums bis mindestens 2028 mit rund zwei Millionen Euro jährlich finanziert und beschäftigt 19 Mitarbeitende aus unterschiedlichen beteiligten Institutionen, darunter Wirtschaftsförderung, Arbeitsverwaltung und Landesbehörden.
Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt das Welcome Center im Zusammenhang mit einer Debatte über Transparenz und Erfolgsmessung. Hintergrund ist die Frage, in welchem Umfang die Beratungs- und Unterstützungsleistungen tatsächlich zu konkreten Arbeitsaufnahmen oder Ausbildungsverhältnissen führen. Laut Berichterstattung sowie parlamentarischen Anfragen wurde darauf hingewiesen, dass eine systematische statistische Erfassung von Vermittlungserfolgen nicht erfolgt. Stattdessen werden Beratungszahlen dokumentiert, darunter Erst- und Folgeberatungen für Fachkräfte sowie Unternehmen.
Im Raum steht damit die grundsätzliche Frage nach geeigneten Evaluationskriterien für öffentlich finanzierte Projekte im Bereich Fachkräfteeinwanderung und Integration. Während Befürworter betonen, dass Beratungsleistungen ein notwendiger Bestandteil komplexer Integrationsprozesse seien und nicht jeder Erfolg unmittelbar messbar sei, fordern Kritiker klar definierte Kennzahlen zur Wirksamkeit und Zielerreichung.
Das Video dokumentiert diese Diskussion, ordnet die bekannten Zahlen ein und stellt die zentralen Positionen dar. Es beleuchtet die strukturellen Rahmenbedingungen der Förderung, die Zuständigkeiten der beteiligten Behörden sowie die haushaltsrechtliche Dimension der Mittelverwendung. Ziel ist eine sachliche Einordnung der Debatte über Transparenz, Erfolgskontrolle und öffentliche Rechenschaftspflicht bei steuerfinanzierten Programmen.