Zensur? Gibt es nicht – sagt die Bildungsministerin.

Und damit entlarvt sie ein gefährliches Weltbild.

„Zensur findet nicht statt.“
Dieser Satz allein müsste Alarm auslösen.

Gesagt von einer Bildungsministerin,
die gleichzeitig Kritiker pauschal als
„Feinde der Freiheit“ einordnet.

Was hier sichtbar wird,
ist kein Kommunikationsfehler –
sondern ein autoritäres Denken
mit demokratischer Lackierung.

Die Illusion der Freiheit

Zensur ist heute kein offenes Verbot mehr.
Sie ist strukturell.

Sie entsteht durch
Plattformdruck,
politische Rahmensetzung,
staatlich geförderte Meldestellen
und moralische Deutungshoheit.

Das Ergebnis:
Bestimmte Meinungen verschwinden,
ohne dass jemand offiziell verantwortlich ist.

Und genau das macht sie so wirksam.

Wer definiert, was sagbar ist?

Wenn politische Akteure beginnen,
zwischen „legitimer Meinung“
und „Delegitimierung“ zu unterscheiden,
ist die Grenze überschritten.

Denn dann entscheidet nicht mehr das Gesetz,
sondern Gesinnung.

Demokratie wird so zur Haltungsprüfung.

Die Echokammer der Macht

Politik, Medien, NGOs –
oft bewegen sich dieselben Akteure
im selben ideologischen Raum.

Widerspruch stört.
Also wird er ausgegrenzt.

Nicht argumentativ.
Sondern moralisch.

So entsteht eine Blase,
in der man ernsthaft glaubt,
Zensur existiere nicht –
weil man sie selbst für richtig hält.

Freiheit braucht Widerspruch

Meinungsfreiheit ist kein Bonus
für angepasstes Denken.

Sie ist ein Grundrecht
für alle –
auch für jene,
deren Meinung man ablehnt.

Wer das vergisst,
hat aus der Geschichte nichts gelernt.

Fazit

Der Feind der Demokratie
ist nicht der kritische Bürger.

Der Feind der Demokratie
ist Macht,
die Kritik pathologisiert
und Zensur leugnet.

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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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