Marla gibt Mathe-Nachhilfe für Linke: Warum die AfD nicht die „Hartz-IV-Partei“ ist

Marla mit Hut und Sonnenbrille vor einer Schultafel mit Kreide-Diagramm zur AfD-Wählermathematik und Nettosteuerzahlern

Hallo zusammen, ich bin Marla – eure unabhängige Mathe-Nachhilfelehrerin für alle, die mit Zahlen und Politik zu kämpfen haben. Besonders für meine lieben linken Freunde, die immer wieder mit derselben These kommen: „Die AfD wird hauptsächlich von Hartz-IV-Empfängern / Bürgergeldbeziehern gewählt – das sind doch alles Abgehängte, die auf Kosten der Fleißigen leben!“

Klingt erstmal logisch, oder? Es gibt ja Studien und Umfragen, die zeigen: Unter Arbeitslosen und Bürgergeldempfängern ist die AfD stark. Aber halt – Mathe ist gnadenlos. Wenn man nur den Anteil innerhalb einer kleinen Gruppe anschaut und die absoluten Zahlen ignoriert, kommt man auf die schiefste Schlagzeile. Lasst uns das mal gemeinsam durchrechnen, Schritt für Schritt, mit aktuellen Daten (Stand Anfang 2026, nach der Bundestagswahl 2025).

Ergänzend zum Text ist ein separates Videostatement veröffentlicht, in dem die zugrunde liegenden Rechenschritte und Zahlenannahmen detailliert erläutert werden.

Schritt 1: Wie viele AfD-Wähler gibt es wirklich?

Bei der Bundestagswahl 2025 hat die AfD ca. 20,8 % der Zweitstimmen geholt (laut WSI-Studie und Nachwahlbefragungen). In Umfragen Anfang 2026 liegt sie bei 24–26 %.

Nehmen wir konservativ 25 % Wahlabsicht und rechnen mit der Wahlbeteiligung der letzten Wahl:

  • Wahlberechtigte: ca. 60,5 Millionen
  • Bei ~82,5 % Beteiligung: ~49,9 Millionen abgegebene Stimmen
  • Davon 25 % AfD: rund 12,5 Millionen AfD-Wähler.

Das ist die Gesamtzahl, die wir jetzt aufteilen müssen.

Schritt 2: Wie viele davon sind wirklich Bürgergeldempfänger?

Aktuell beziehen ca. 5,2 Millionen Menschen Bürgergeld (davon ~3,9 Millionen erwerbsfähig und wahlberechtigt). Bei 80 % Wahlbeteiligung: ~3,1 Millionen potenzielle Wähler aus dieser Gruppe.

Nachwahlbefragungen und Studien (z. B. Infratest dimap, WSI 2025) zeigen: Die AfD liegt unter Arbeitslosen/Bürgergeldbeziehern bei ca. 30–35 % (manchmal höher in Umfragen, aber realistisch nicht über 40 %). Nehmen wir zur Sicherheit sogar 50 % (extrem hoch gegriffen, um die These der Linken maximal zu schonen):

  • 50 % von 3,1 Mio. = maximal 1,55 Millionen AfD-Stimmen aus der Bürgergeld-Gruppe.
  • Realistischer (34 %): nur ca. 1,05 Millionen.

Ergebnis: Selbst im Worst-Case-Szenario machen Bürgergeldempfänger weniger als 13 % der AfD-Wähler aus. Der Rest – also über 11 Millionen – kommt woanders her.

Schritt 3: Woher kommen die anderen Millionen? Hallo, Nettosteuerzahler!

Der Mythos von den „15–17 Millionen Nettosteuerzahlern“, die alles finanzieren, ist in linken Kreisen unbeliebt – weil er unbequem ist. Seriöse Schätzungen (ifo, DIW, IW) liegen höher: Ca. 50–55 % der Haushalte sind Nettosteuerzahler (mehr einzahlen als rausbekommen, inkl. aller Steuern/Abgaben minus Transfers). Das sind grob 20–25 Millionen Erwachsene (je nach Definition, ohne Öffentlichen Dienst und starke Transferempfänger).

Aber nehmen wir eure Zahl: 16 Millionen Nettosteuerzahler (die harten Zahler, die den Staat wirklich tragen).

Wenn nur diese Gruppe wählen würde (bei 80 % Beteiligung: ~12,8 Mio. Stimmen) und der Großteil der AfD-Stimmen (die 11+ Millionen) aus ihnen kommt:

  • Bei 50 % AfD unter Bürgergeld: AfD hätte unter Nettosteuerzahlern ~82–86 %absolute Mehrheit, fast Zweidrittelmehrheit.
  • Realistisch: Richtung 90 % in manchen Regionen.

Besonders in Mitteldeutschland (Ostdeutschland): Handwerker, Mittelständler, produzierende Betriebe – da wählt die Belegschaft AfD, weil sie die Schnauze voll hat von Regulierungswahn, hohen Energiepreisen, Migrationskosten und Abgaben, die nach Brüssel/Ukraine/ NGOs fließen.

Kurze Tabelle – weil Mathe ohne Tabelle langweilig ist

SzenarioAfD-Stimmen totalMax. von BürgergeldRest (v. a. Nettosteuerzahler/Mittelstand)AfD-Anteil unter Nettosteuerzahlern
Hohe Schätzung (50 % bei BG)12,5 Mio.1,55 Mio.10,95 Mio.~85 %
Realistisch (34 % bei BG)12,5 Mio.1,05 Mio.11,45 Mio.~89 %

Fazit – Mathe für Linke (und alle anderen)

Die AfD ist nicht die Partei der „Faulen“. Innerhalb der kleinen Gruppe der Bürgergeldempfänger ist sie stark – klar, viele sind unzufrieden. Aber die Masse ihrer Wähler kommt aus dem Mittelstand, aus Handwerk, aus den Fleißigen, die netto einzahlen und das Gefühl haben: „Wir schuften, und das Geld geht woanders hin.“

Der echte Kampf läuft nicht rechts vs. links. Er läuft fleißig vs. faul – oder genauer: produktiv vs. parasitäre Staats- und NGO-Strukturen. Die AfD verspricht Kürzungen genau da, wo viele Nettosteuerzahler es wollen: Weniger Geld nach Brüssel, weniger für NGOs, weniger für teure Migration – und mehr für die, die das Land wirklich am Laufen halten.

Wenn ihr Linken das nächste Mal sagt: „AfD = Hartz-IV-Partei“, dann macht bitte erst die Rechnung. Sonst muss Marla wieder Nachhilfe geben. Und die kostet diesmal extra – in Steuern, die ihr dann sparen könntet.

Bis zum nächsten Rechenstunde! Marla 💪🧮

In Marla we trust.

Shirts & Stickers


Auch interessant:


📚 Buchempfehlungen zum Thema (Affiliate)

(Werbung – diese Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, unterstützt du MarlasArmy ohne Mehrkosten für dich.)

📘 Deutschland schafft sich ab: Die Bilanz nach 15 Jahren – Thilo Sarrazin 👉 https://amzn.to/4qgeWdj

Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
Teilen: X · Telegram · WhatsApp · Facebook

Kommentar verfassen