Vier Jahre später reden sie immer noch von „Fehlern“.
Von „schwierigen Abwägungen“.
Von „Handeln unter Unsicherheit“.
Nein.
Was wir in der Corona-Zeit erlebt haben, war kein Betriebsunfall der Demokratie.
Es war ein Stresstest –
und viele Institutionen sind nicht nur durchgefallen,
sie haben aktiv mitgemacht.
Ein aktuelles Gespräch auf Achgut.tv mit Dr. Gunter Frank, Dr. Kay Klapproth und Martina Binnig bringt genau das auf den Punkt:
Der Abbau von Freiheit war kein Zufall.
Er hatte Struktur.
„Der Staatsverrat“ – eine unbequeme Diagnose
Ausgangspunkt des Gesprächs ist das Buch „Der Staatsverrat“, erschienen in der Achgut-Edition.
Doch wer jetzt ein weiteres Corona-Rückblicksbuch erwartet, irrt.
Es geht nicht nur um Masken.
Nicht nur um Impfpflicht.
Nicht nur um Schulschließungen.
Es geht um die grundlegende Frage:
Warum konnte ein freiheitlicher Rechtsstaat in kürzester Zeit autoritäre Züge annehmen – und warum haben so viele Institutionen das mitgetragen?
Die Autoren argumentieren klar:
Der Abbau westlicher Grundwerte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde war kein spontanes Krisenphänomen.
Er war eingebettet in langfristige politische und institutionelle Entwicklungen.
Und genau das macht die Sache so brisant.
Corona als Katalysator – nicht als Ursache
Viele tun bis heute so, als sei „Corona“ das Problem gewesen.
Doch das Virus war nicht das Entscheidende.
Entscheidend war das Machtinstrumentarium.
- Notstandsverordnungen
- Dauerhafte Ausnahmezustände
- Durchregieren per Verordnung
- Aushebelung parlamentarischer Kontrolle
- Diskreditierung von Kritikern
Was als Gesundheitsschutz verkauft wurde, entwickelte sich zu einem Labor für Steuerungsmechanismen.
2G und 3G waren keine Hygieneregeln.
Sie waren gesellschaftliche Selektionsinstrumente.
Die Spaltung war kein Kollateralschaden.
Sie war politisch nützlich.
Das Netz hinter den Entscheidungen
Besonders brisant ist der Blick auf die Verflechtungen:
Politik.
Behörden.
NGOs.
Stiftungen.
Public-Private-Partnerships.
Internationale Organisationen.
Diese Strukturen existierten nicht erst 2020.
Sie wurden nur sichtbar.
Wer sich etwa die Rolle supranationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation anschaut, erkennt schnell:
Nationale Souveränität wurde zunehmend in globale Governance-Strukturen eingebettet.
Stichwort: Pandemieabkommen.
Stichwort: One-Health-Ansatz.
Stichwort: Public-Private-Allianzen.
Demokratische Kontrolle?
Kaum vorhanden.
Transparenz?
Begrenzt.
Rechenschaftspflicht?
Unklar.
Warum die Aufarbeitung so gefährlich ist
Man merkt inzwischen deutlich:
Die politische Klasse hat kein echtes Interesse an einer umfassenden Aufarbeitung.
Warum?
Weil eine ehrliche Analyse zwangsläufig Grundsatzfragen aufwirft:
- Wie belastbar ist unser Rechtsstaat wirklich?
- Wie unabhängig sind Medien?
- Welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen?
- Wer entscheidet im Ernstfall – und wer kontrolliert die Entscheider?
Ein echter Untersuchungsausschuss würde nicht nur Einzelpersonen belasten.
Er würde systemische Schwächen offenlegen.
Und genau das will man vermeiden.
Das größere Bild: Transformation statt Ausnahme
Corona war kein isoliertes Ereignis.
Parallel liefen andere „Transformationen“:
- Klimanotstandsrhetorik
- Energiepolitik im Eilverfahren
- Digitalisierungs- und Überwachungsprojekte
- Einschränkung von Meinungsfreiheit im Namen des „Kampfes gegen Desinformation“
Wer das Muster erkennt, versteht:
Krisen werden zunehmend als Hebel genutzt, um politische und gesellschaftliche Veränderungen im Schnellverfahren durchzusetzen.
Und immer lautet das Narrativ:
„Es gibt keine Alternative.“
Doch genau dieser Satz ist das Gegenteil von Demokratie.
Interdisziplinarität als Störfaktor
Bemerkenswert an dem Projekt ist die Zusammenarbeit zwischen Medizin, Immunologie und Journalismus.
Warum ist das wichtig?
Weil während der Corona-Jahre genau das fehlte:
Offene Debatte zwischen Fachrichtungen.
Widerspruch.
Pluralität.
Stattdessen gab es:
„Die Wissenschaft sagt …“
Als wäre Wissenschaft ein monolithischer Block.
Dabei lebt Wissenschaft von Dissens.
Und Demokratie ebenfalls.
Die eigentliche Frage: Wie totalitär sind wir schon?
Totalitarismus beginnt nicht mit Lagern.
Er beginnt mit Denkverboten.
Er beginnt mit moralischer Erpressung.
Mit sozialem Druck.
Mit öffentlicher Diffamierung Andersdenkender.
Er beginnt damit, dass Menschen Angst haben, Fragen zu stellen.
Und genau das haben wir erlebt.
Warum das jeden betrifft
Dieses Thema ist nicht nur etwas für „Corona-Kritiker“.
Es betrifft jeden, der in einem freien Land leben will.
Denn wenn Grundrechte nur unter Vorbehalt gelten,
sind sie keine Grundrechte mehr.
Wenn Parlamente im Krisenmodus entmachtet werden können,
ist Demokratie nur noch Fassade.
Wenn Medien mehr kontrollieren als kontrolliert werden,
stimmt das Gleichgewicht nicht mehr.
Mein Fazit
Die Corona-Jahre waren kein einmaliger Ausnahmezustand.
Sie waren ein Warnsignal.
Ein Vorgeschmack.
Ein Testlauf.
Die entscheidende Frage ist nicht:
„Wer hatte damals recht?“
Die entscheidende Frage lautet:
Welche Lehren ziehen wir daraus – und sind wir bereit, strukturelle Machtkonzentration überhaupt zu thematisieren?
Ohne echte Aufarbeitung bleibt das System unangetastet.
Und ohne Systemkritik wird die nächste Krise wieder nach demselben Muster ablaufen.
Wenn du findest, dass diese Debatte nicht unter den Teppich gekehrt werden darf:
Teile diesen Artikel.
Diskutiere ihn.
Und bleib unbequem.
Freiheit stirbt nicht auf einmal.
Sie wird schrittweise entwertet.
Und genau deshalb müssen wir hinschauen.
In Marla we trust.

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