39 Prozent fallen durch: Das Berliner Bildungsdesaster erreicht die Polizei

Marla mit Hut und Brille spricht vor satirischem Hintergrund zum Berliner Polizei-Deutschtest und sinkenden Bildungsstandards

Fast vier von zehn Bewerbern scheitern am Deutschtest der Berliner Polizei.

39,3 Prozent.

Das ist keine Randnotiz.
Das ist ein Offenbarungseid.

Und es wird noch brisanter: Selbst unter Bewerbern mit Abitur oder Studium fällt knapp ein Drittel durch.

Wir sprechen nicht über ein Staatsexamen.
Wir sprechen über ein Diktat mit rund 200 Wörtern.

Langsam vorgelesen.
Mit Sprechpausen.
Mehr als 14 Fehler – nicht bestanden.


Das ist kein Polizeiproblem

Polizisten schreiben Berichte, Einsatzprotokolle, Strafanzeigen.
Ihre Dokumentationen entscheiden mit über Ermittlungen und Gerichtsverfahren.

Sprache ist hier kein „nice to have“.

Sie ist Grundlage des Rechtsstaats.

Wenn Bewerber bereits an basaler Rechtschreibung scheitern, ist das kein Versagen der Polizei. Es ist das Ergebnis eines Bildungssystems, das seine Kernaufgabe vernachlässigt hat.


Das entwertete Abitur

Ein Drittel der Bewerber mit Abitur fällt durch.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Ein Schulabschluss, der einst als Beweis allgemeiner Hochschulreife galt, scheint immer häufiger nicht einmal sichere Sprachkompetenz zu garantieren.

Seit Jahren beobachten wir:

  • steigende Abiturquoten
  • sinkende Leistungsanforderungen
  • zunehmende Nivellierung nach unten

Wenn Standards gesenkt werden, damit möglichst viele bestehen, verliert der Abschluss seinen Wert.

Quantität ersetzt Qualität.


Sprachrealität im Klassenzimmer

Berlin ist eine Stadt mit hoher Migration.

Das ist eine Tatsache.

In vielen Klassen ist Deutsch nicht mehr die dominante Alltagssprache. Das erfordert eigentlich mehr sprachliche Förderung, mehr Struktur, mehr Leistungsorientierung.

Doch stattdessen wurden Anforderungen flexibilisiert, Noten relativiert und Durchfallquoten gesenkt.

Das Ergebnis sehen wir jetzt.

Nicht in Statistiken allein.

Sondern in Behörden.


Die konkreten Folgen

Im letzten Jahr blieb ein Viertel der Ausbildungsplätze bei der Berliner Polizei unbesetzt.

Gleichzeitig klagt die Hauptstadt über Personalmangel im Sicherheitsbereich.

Mindestens jeder zweite Jahrgang benötigt während der Ausbildung zusätzliche Sprachförderung.

Innerhalb von sechs Jahren scheiterten 97 Nachwuchskräfte an der ersten regulären Deutschprüfung. Vier mussten endgültig entlassen werden.

Das sind keine Einzelfälle.

Das ist ein Trend.


Warum die Polizistenwitze zurückkehren

Lange galten Witze über angeblich „schreibschwache“ Polizisten als Klischee.

Heute liefern wir die Zahlen dazu.

Und genau das ist das eigentlich Gefährliche:
Wenn Institutionen an Kompetenz verlieren, leidet das Vertrauen.

Vertrauen ist aber die Währung des Rechtsstaats.


Ohne Standards keine Stabilität

Bildungspolitik ist keine Spielwiese für Ideologie.

Sie entscheidet darüber, ob ein Land funktioniert.

Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind keine verhandelbaren Größen.

Wer Standards senkt, um statistisch besser dazustehen, schadet langfristig dem Gemeinwesen.

Die Polizei ist jetzt nur der sichtbare Punkt.

Die Ursache liegt tiefer.


Fazit: Zurück zur Leistungsorientierung

Wir brauchen keine leichteren Tests.

Wir brauchen bessere Schulen.

Klare Anforderungen.
Verbindliche Standards.
Konsequente Förderung – aber auch klare Leistungsgrenzen.

Denn ohne Sprache kein Rechtsstaat.
Ohne Bildung keine Sicherheit.

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Marla Svenja Liebich ist Autorin und Herausgeberin von Marlas Army.
Auf Marlas Army veröffentlicht sie Analysen, Kommentare und persönliche Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
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